Mallorca Trainingscamp 2012 – Tag 7 – Petra & Can Picafort

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Gleich 2x Kaffee & Kuchen«


Für die Meisten war heute der letzte Trainingstag, da morgen Abflug in die Heimat sein wird. Daher wurde, schon traditionell, diese Runde als Schlussetappe gewählt.

Mir kam der relativ flache Streckenverlauf recht gelegen, da wir ja morgen noch mal ordentlich Höhenmeter machen wollen. Und wenn es gleich 2x Kuchen geben soll, bin ich sowieso leicht zu begeistern.

Geplant – getan: Raus aus Alcudia durchs Schilf und auf neuem Weg nach Muro. Dort dann weiter nach Sineu und links weg nach Petra. Traditioneller Ortschildsprint in die beschauliche Stadt hinein. Wie so oft zog ich zu früh an und wurde auf den letzten Metern kassiert. Egal, Ulf hat gewonnen und alle hatten ihren Spass.

Mit dem Spass ging es gleich weiter, in Form von Rüblikuchen, Orangenhälften und Café con Leche. Dann weiter, einen wohl bekannten Anstieg auf die schnurgerade und abfällige Straße zur Tankstelle nach Norden. Wir machten ordentlich fahrt auf und der Tacho zeigte über 50 km/h. Leider klappten die Wechsel nicht sehr flüssig und die Bergziegen hielten sich bei der Führungsarbeit dezent im Hintergrund. Der letzte Hügel kam und ich hatte alle Körner verballert. Schade – erstmal kurz alleine weiter, bevor ich wieder aufgesammelt wurde und es gemeinsam in großer Gruppe nach Can Picafort ging. Nun wartete der richtig leckere Kuchen auf uns. Riesen-Erdbeeren und lecker Kaffee direkt in der Sonne an der Uferpromenade. Was will man mehr?

Nach verspeisen der Wegzehrung machten die Hansen-Brothers einen flotten Zug auf und brachten uns unbeschadet zurück nach Pollença. Abklatschen – duschen. Sehr nette Runde auf dem Rad.

Mallorca Trainingscamp 2012 – Tag 6 – Küstenklassiker

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Königs-Etappe«


Heute stand die lange Küstenstrasse auf dem Programm. Aufgrund der langen Strecke war der Start schon auf 8:30 Uhr gelegt, was dazu führte das ausnahmsweise eine Stunde vorher im Frühstücksraum schon rege Betriebsamkeit herrschte.

Es war neblig und frisch und so war es nicht wirklich leicht, eine richtige Garderobenwahl zu treffen. Zur Sicherheit fuhr ich in voller Montur los, dass heisst mit Weste, Armlängen und Beinlingen. Sicher ist sicher. Die 29 Mitfahrer taten es mir gleich und so musste auf den ersten Kilometern keiner frieren. Nach etwa einer Stunde kam die Sonne hervorgekrochen und präsentierte uns erneut einen wolkenlosen Himmel.

Perfekte Bedingungen um den Küstenklassiker heute zu fahren. In Esporles begannen die ersten etwas anspruchsvolleren Wellen. Ein guter Vorgeschmack auf den Rest der Strecke. Meine Beine fühlten sich, trotz der zermürbenden Tour am Vortag, gut an und ich hatte Freude am Fahren.

In Andratx hatte der Cheftrainer eine Supermarkt-Pause eingeplant, die ich gar nicht einkalkuliert hatte. Meine Flasche war noch voll und die Beine sehnten sich noch nicht nach Pause. So entschied ich die nächsten 60 Kilometer bis Deiá alleine weiter zu fahren, was mir noch mehr Freude am Fahren machte. In Deiá angekommen stärkte ich mich mit Kuchen, Cola und Wasser aus dem einzigen kleinen Geschäft im Ort und es dauerte nicht lange, da kamen Micha und Christoph dazu und kauften auch leckere Kohlenhydrate. Die Speicher wollten, nach den vielen Höhenmetern, wieder gefüllt werden. Nach und nach trafen der Rest der großen Gruppe ein.

Nach einer entspannten Stehpause in der Sonne ging es weiter, zum letzten großen Ziel unserer heutigen Ausfahrt. Dem Puig Major. Dieser Anstieg ist der Längste auf Mallorca mit 14,1 km und 860 Hm zum höchsten Berg der Serra de Tramuntana Gebirgskette. Zwei mal bin ich ihn schon gefahren, so wusste ich was mich erwartet. Die ersten Kilometer in Soller fuhren wir eine Abkürzung in den Berg. Eine recht steile Rampe die mir nicht schmeckte und den Schweiss in die Augen laufen ließ, was höllisch brannte. Kein guter Einstieg in diesen anspruchsvollen Anstieg.

Gegen die Bergziegen würde ich hier und heute eh nix reißen können, Micha war auch recht schnell entschwunden und so konzentrierte ich mich auf meinen eigenen Rhythmus, Geschwindigkeit und Belastung, was mir gut gelang. Oben angekommen war die Freude wieder groß und als alle dort waren, war noch Zeit für ein Gruppenfoto.

Vor der Abfahrt und den restlichen 65 Kilometern wurde wieder die mitgeführte Windweste und Armlinge übergezogen. So ließ es sich ohne auszukühlen hinab nach Pollença fahren. Die Zahlen auf den Kilometersteinen wurden kleiner, aber auch die Lust am Radeln schwand, denn die vielen folgenden kleinen Anstiegen zermürbten die Fahrfreude. Gut, dass ich Christian, Michael und Alexander um mich hatte, denn geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.

Kilometerstein 14 wurde passiert und das hieß: Nur noch bergab, die tolle Abfahrt nach Pollença hinunter. Im Tal warteten schon der Rest der Bande und ich machte, wie immer, noch einmal einen ordentlichen Zug in den Ort auf. Nun noch über die Gärten zurück zum Hotel.

Pünktlich zum Abendessen waren wir zwar nicht, aber eine klasse Tour war gefahren und ein herrlicher Tag auf dem Rennrad verbracht.

Morgen dann wieder ein wenig ruhiger und flacher, wie ich gehört habe ab 11 Uhr mit 2 Kuchen-Stops. Bin ich denn zum Vergnügen hier und gar im Urlaub?

Mallorca Trainingscamp 2012 – Tag 5 – Esporles & Palma

Lesezeit: 2 Minuten

oder »zum ‚café con leche‘ in die Inselhauptstadt«


Vor der morgigen Königsetappe über die Küstenstrasse stand heute erneut eine relativ flache und lange Etappe auf dem Zettel.

Schon nach dem Frühstück war es so erfreulich warm und der Himmel zeigte sich wolkenlos, wie schon in den letzten Tagen, dass ich mich zum Ersten mal in diesem Jahr entschied kurz/kurz zu fahren. Selbst die Armlinge konnte auf dem Zimmer bleiben, da es von der ersten Minuten an warm und fast windstill war. Welch Freude!

Raus ging es heute über eine relativ unbekannte Nebenstraße ins bekannte Schilf. Nach dem Passieren von Sa Pobla wurde der Muro-Radweg angesteuert und Fahrt aufgenommen. Schon nach 90 Minuten Dahingleiten passierten wir Santa Maria. Nun wurde das Terrain ein wenig steiler und wir bekamen schon mal einen schönen Vorgeschmack auf die morgige Etappe. Ein netter 7 km langer Anstieg lag vor uns, bevor es wieder auf einer flinken Abfahrt hinunter nach Palma ging. Nach einem Boxenstop bei Eroski zum Flaschen füllen wurde das Café im Jachthafen angesteuert. Café con Leche und Rüblikuchen wurden bestellt und mein Ei-Brötchen im Hafenbecken versenkt. Der Geschmack hatte sich in der Trikottasche trotz Zip-Lock leider nicht verbessert.

Als es Zeit zum Aufbrechen war, entdeckte Micha, das sein Vorderrad die Luft verloren hatte. Zwei Schläuche wurden benötigt um den Defekt zu beheben. Wir nutzen die Zeit zum Rumblödeln und Fotografieren.

Als es endlich weiter ging, hatte es Heiko mächtig eilig der Großstadt zu entkommen und er fuhr wie von der Tarantel gestochen den Ufer-Promenaden-Radweg. Zum Glück ist nichts passiert, außer das wir den richtigen Abzweig  verpassten und noch mal zurück mussten. Bei dem Wetter allerdings kein Problem.

Nun ging es erstmal über eine fette Ausfallstraße heraus aus Palme bevor es in Sa Cabaneta wieder welliger wurde. Obwohl Herbert keine Lust hatte, über Alaró nach Hause zu fahren, wurde dieser kleine Umweg gewählt. Geplant ist geplant. Nun hatte Ulle einen weiteren defekt, in Form eines Platten am Hinterrad und die Zeit wurde zu einem Gruppengespräch genutzt.

Nach fast 6 Stunden Netto-Fahrzeit, 162 km und über 1.200 hm kam ich recht erschöpft wieder in der HomeBase an. Ein weiteres Erinnerungsfoto wurde geschossen. Mal sehen wie sich meine Beine morgen anfühlen!?