Kurze Nordrunde über Kremmen

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oder „Training unter harten Bedingungen“


Eigentlich hätte ich es ja besser wissen müssen Minusgrade auf dem Thermometer sind keine Rennradausfahrtstemperaturen. Der Sonnenschein und die trockenen Strasse ließen mich trotz minus 3°C doch in meine Rennradwintermontur schlüpfen und meine geliebte kurze Nordrunde über Kremmen in Angriff nehmen.

Es ging auf bekannten Wegen durch die Wasserstadt raus in Richtung Hennigsdorf. Schnell merkte ich das der kalte Nord-Ost-Wind ganz schön weh tut. Auf dem Weg nach Germendorf zeigte das Thermometer -5°C, vermischt mit Wind im Gesicht ist das auch bei Sonnenschein sehr unangenehm. Da ich alleine fuhr gab es auch kein Peleton hinter dem ich mich windsicher hätte verstecken und erholen können. Nein, da musste ich heute durch.

Im Hinterkopf hatte ich aber, das ich in Germendorf links abbiegen werde und dann den Wind nicht mehr so garstig spüren würde. So war es dann glücklicherweise auch und ich konnte Richtung Kremmen mit Rückenwind ordentlich beschleunigen.

Es schien wirklich kein Rennradwetter zu sein, denn auf der ganzen Runde begegnete mir kein einziger Rennradfahrer. Hinter Schönwalde wurde wieder der Mauerradweg zurück nach Berlin genommen. Dort musste ich ganz schön aufpassen, denn er war an vielen Stellen mit Holzabfällen der Waldarbeiter übersät.

Nach etwas mehr als 3 Stunden kam ich total durchgefroren wieder Zuhause an. Die Finger schmerzten als sie wieder auf Raumtemperatur gebracht wurde.

Eine schöne Wintereinheit. Der Frühling darf sich aber trotz Sonnenschein bald blicken lassen.

Ferch-Runde

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oder „Radfahren im November bei Frühlingstemperaturen“


Meine Beine fühlten sich schwer an. Die beiden Einheiten vom Samstag hingen mir noch in den Knochen Muskeln. Der Blick aus dem Fenster und das anschließende öffnen der Balkontür präsentierte aber herrliches Kaiserwetter, welches prädestiniert für eine Rad-Ausfahrt war. Ich haderte, dachte mir aber, das solche ein blauer Himmel wohl dieses Jahr nicht mehr zu erwarten sein wird und pumpte die Reifen meines Renners auf.

Es gab klasse Touren-Angebote im Internet, auch zu Frau Kühn sollte es gehen, aber ich wollte lieber alleine fahren. Heute hatte ich keine Lust auf unter einordnen in ein Gruppengefüge und ein Tempo fahren, welches Andere mir vorgeben.

Die ersten Kilometer waren ungewohnt, denn nach über 500 Kilometern auf dem Ergometer hatte ich schon fast das Lenken und den Gegenwind vergessen. Ich brauchte ein wenig, mich zu justieren, dann lief es aber super und ich hatte wieder richtig Spass an draußen fahren und dem tollen Wetter. Welch ein Genuss!

Richtig Druck bekam ich allerdings nicht auf die Pedale, das war, wie Eingangs geschrieben, sicher den gestrigen Einheiten geschuldet, änderte aber nichts an dem Spass den ich hatte und ich wollte heute sowieso hauptsächlich GA1 fahren, was mir auch gelingen sollte. Auch deshalb blieb der VP heute aus.

Fazit: Eine schöne Tour bei herrlichem goldenem Herbstwetter. Irgendwo unterwegs habe ich die 14k-Kilometer in diesem Jahr überfahren.

Nordrunde über Kremmen

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oder „Kalt und verlaubt“


Obwohl mein Kettenbruder Sven F. heute eine Tour im Nordosten angeboten hat, und auch Christian und Bernd mit mir fahren wollten, zog ich es vor alleine meine Runde zu drehen.

Zum Einen hatte ich nur ein begrenztes Zeitfenster für die Ausfahrt zum Anderen wollte ich mein Tempo und meine Runde fahren.

Es war heute, wie vorhergesagt, richtig frisch und für die 5°C holte ich meine Winterradjacke aus dem Schrank. Diese Entscheidung bereute ich keine Sekunden, denn es wehte zwar kein starker Wind aber trotzdem war es gerade die erste Stunde unangenehm kalt auf dem Rad. Hinzu kam auch noch starker Nebel, der die Sicht teilweise unter 100 Meter sinken ließ. Auf der Passage hinter Velten nach Germendorf ärgerte ich mich, das ich zur eigenen Sicherheit kein Rücklicht mitgenommen hatte.

Bei Sommerswalde ließ sich die Sonne das erste Mal hinter der dichten Wolkendecke blicken und meine Stimmung hob sich sofort, was in höherem Druck auf die Pedale resultierte. Die Straßen waren trocken aber die fahrbahnbegleitenden Radwege waren dermaßen zugelaubt das ich heute lieber die Straße wählte. MIr schwante schon, das es hinter Börnicke, wenn es auf dem Radweg im Wald Richtung Paaren, unangenehm werden könnte.

So kam es auch: Vor lauter Laub war der Weg nicht mehr zu erkennen und ich war ja auf schmalen Reifen unterwegs. Angst Respekteinflößend lagen sie da, die vielen nassen bunten Laubschichten. Jetzt nur in Kurven nicht in eine zu schräge Seitenlage gehen oder übermäßig bremsen!

Zum Glück kam ich unbeschadet bis Schönwalde durch. Der Mauer Radweg bot aber das gleiche Bild. Gerade in dem Sektor fahre ich normalerweise viel im Wiegetritt, da die kleinen aber feinen Hügel sich dort wunderbar bügeln lassen. Das war heute leider nicht möglich.

So kam es auch, das ich, nicht nur wegen den niedrigen Temperaturen, gegen meinen VP heute leider den kürzeren gezogen habe. Allerdings glaube ich einen positiven Effekt des Ergometertraining gerade an den kurzen Steigungen bemerkt zu haben. Aber das kann natürlich auch alles Einbildung sein. Sicher ist es noch zu früh das genau zu beurteilen.

Fazit: Eine schöne Runde, die aber für Wintertraining, bedingt durch die vielen Waldwege, nicht geeignet ist. Muss dann wohl wieder Richtung Süd-Westen aus der Stadt um freie Straßen zu haben.

P.S. Habe heute meine Jahreskilometerleistung aus 2009 überfahren.