Kurze Nordrunde über Kremmen #02

Schwante - ich komme
Lesezeit: < 1 Minute

Single-Training vor dem Regen


Lust auf Gruppenfahren hätte ich schon gehabt, aber passende Runden waren heute nicht auf meinem Radar. Also selber, relativ spät, den Renner gesattelt. Päwesin wollte ich mir für Sonntag aufheben, deshalb heute leider nix mit Kuchen.

Vor zwei Wochen war ich ja auf diesem Träck bereits unterwegs, von daher gab es auch heute wenig Überraschendes. Außer dass ich mich ziemlich un-fit fühlte. Aber richtig kämpfen musste ich auch nicht. Habe einfach das Tempo ein wenig verringert und dann lief es. Deshalb wurde auch das Spandauer-Forst-Segment nicht geballert. Außer Puste war ich trotzdem, als der 3,6 km lange Mauerstreifen hinter mir war und ich wieder in den Großstadt-Dschungel eintauchte.

Am Ende gelang mir die Heimkehr vor dem Regen. Ich war froh, mich heute nicht für den Night-Ride nach Hamburg angemeldet zu haben. Das wäre nix geworden. Mal sehen was morgen so geht!?

Brocken-Tour die Zweite

Gruppenfoto vor der Fähre
Lesezeit: 3 Minuten

Brocken ohne Brocken


Von langer Hand geplant, sollte es heute mal wieder zum Brocken gehen. Die Tour aus 2018 war noch in schönster Erinnerung und so sollte die hervorragende Ausfahrt wiederholt werden.

Gleicher Treffpunkt: 6 Uhr Auerbachtunnel, nur die Protagonisten variierten ein wenig. Zu acht sollte es diesmal in den Harz gehen. Eine klasse Gruppengröße, ja schon fast die Idealbesetzung. So sollte es sicher noch leichter in den Süden gehen, hoffte ich. Aber aus meiner Hoffnung wurde dann leider eine Enttäuschung. Aber der Reihe nach: Ordentlich ging es auf bekannten Wegen nach Güterfelde. Da wollten wir noch Thilo und Gordon einsammeln. Das Duo war aber nicht am vereinbarten Treffpunkt. Handy war beim Thilo auch offline, also ging es nach kurzer Wartezeit um 6:48 Uhr für uns weiter. Dann der Anruf: Wir warteten am Fernsehgeschäft nicht am Kreisverkehr. Aha, sehr schön. Also erneut warten und dann komplett weiter nach Beelitz. Erster kleiner Aufregen, dann waren die Wechsel flüssig und professionell. Etwa jeden Kilometer durfte rotiert werden. Klasse.

Nicht nur in der Führung bemerkte ich den stetigen Gegenwind, der den Vortrieb bremste. Erst versuchte ich ihn zu ignorieren, dann begann er einfach nur zu nerven. Das Radfahren war zu jedem Zeitpunkt harte Arbeit, was nicht nur an meiner mangelnden Fitness lag. Jeder Kilometer musste erkämpft werden. Ich hatte extreme Schwierigkeiten mich zu motivieren und einfach den Widerstand zu ignorieren.

Irgendwann dann war die Fähre erreicht und richtig Freude kam nicht auf, hatte ich doch schon einige Durststrecke hinter mir und die wirklich zähen Sektoren lagen noch vor uns.

Nach der Fähre, auf dem Weg in den Harz, gab es unzählige Momente die extrem viel Kraft kosteten, dass ich mein Hobby am liebsten an den Nagel gehangen hätte. Auch schien Quedlinburg, unser zweiter und letzter Pausenstop, nicht näher zu kommen.

Als das Tor zum Harz dann endlich erreicht war, folge die nächste Hiobsbotschaft auf dem Fuße: Der perfekt ausgestattete Rewe hatte wegen Umbauarbeiten geschlossen und es standen nur ein schlecht sortierter Netto und ein Getränkemarkt als Erfrischungs-Quelle zur Verfügung. Man könnte meinen, dies sei Jammern auf verdammt hohem Niveau, aber wenn man sich mehr als 70 Kilometer auf ein frisches Stück Kuchen freut und dann abgepackten Käsekuchen verdrücken muss, dann ist dies gerade an einem solchen Tag, bitter.

Gordon entschied dann für sich, daß er den Brocken nicht mehr mit hoch fahren wollte. Eine willkommene Einladung für mich, es ihm gleich zu tun. Irgendwie zwar so ein bisschen DNF, aber das war mir tatsächlich schnuppe. Über 200 Kilometer waren abgespult. Mehr als 1.500 Höhenmeter im Kasten. Ein neuer PR den Brocken hoch, war in weiter Ferne und ein Gipfel-Foto: Geschenkt.

Also von der Bande verabschiedet, noch ein wenig den Berg hoch und dann in die lange Abfahrt, runter nach Wernigerode gestürzt. Irgendwann überholte mich dann ein wild gestikulierender SUV. Ob das mein Freund da hinten sei, der gerade mit seinem Renner zitternd in den Gegenverkehr gefahren sei!?

Scheisse! Was war da passiert? Hatte Gordon einen Schwächeanfall, war sein Rad defekt? Hatte er einen Anfall? Was war ihm passiert?

Anrufen funktionierte dank Funkloch nicht. Also warten, irgendwann schoss dann der Gordon an mir vorbei. Auf Nachfrage erklärte er, dass ihm das Rad aufgeschaukelt sei und nur eine Vollbremsung in den Gegenverkehr ihn vor einem Sturz hätte retten können. Oha. Da muss er was tun: Entweder an seinen Fahrkünsten oder an seinem Rad.

Dankbar erreichten wir den Bahnhof in Wernigerode, den wir nach Einkauf von ein wenig Reiseproviante pünktlich verlassen konnten.

Ein Tag auf dem Renner, der mich nicht wirklich motiviert, morgen wieder zu fahren. Mal sehen was noch so passiert…

Kurze Nordrunde über Kremmen

Hinter Kremmen
Lesezeit: < 1 Minute

Hoch-Sommer-Ausfahrt


Nach einwöchiger Trainings-Abstinenz wollte ich heute den Renner unbedingt mal wieder bewegen. Alleine, ohne Zeitdruck, denn am Nachmittag war noch Grillen auf dem Plan.

Also die bekannte Runde unter die Räder genommen. Es lief erstaunlich gut, sicher auch wegen der sehr angenehmen Temperaturen und des freundlichen Windes.

Ich hatte wahnsinnig Spass an der Bewegung und am Vortrieb. Dieses Hobby und dieser Sport sind einfach das Beste!

Auf dem Mauerradweg habe ich es fliegen lassen. Vielleicht ein wenig zu viel, was ich an meiner Herzfrequenz gesehen habe. (∅ 158 bpm)

Jetzt aber ab zum Grillen!