Große Bäcker Runde nach Fehrbellin #1 ’18

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»Endlich wieder nach Fehrbellin!«


Lange ist es her, dass zu meinen angebotenen Touren mehr als zwei Protagonisten kommen. So war ich sehr erfreut, als wir nach dem Einsammeln von einigen Mitfahrern am Rathaus Falkensee mit 2 Frauen und 8 Mann uns gemeinsam auf den Weg nach Westen machten. Unterschätze nie die Kraft des Internets! Diese Tour war von mir nämlich vorsorglich auch in der Biken-Gruppe auf facebook annonciert und so fand sich diese sehr homogene Gruppe.

Erstmal ordentlich Rückenwind auf den ersten 40 km machten auch das gemeinsame Fahren in 2er Reihe sehr einfach. Klasse zum aneinander-gewöhnen und kennen-lernen. Alle hatten beste Laune. Bei Rückenwind und Sonnenschein auch kein Wunder!

So wurden Nauen, Paulinenaue und Friesack hinter uns gelassen, bevor es dann doch etwas anstrengend wurde. Jetzt musste gegen den Wind gearbeitet werden. In der grossen Gruppe aber kein wirkliches Problem. Die Reisegeschwindigkeit wurde auch angenehm reduziert und so wurde mit einem breiten Grinsen statt Gezerre der beste Konditor, westlich von Päwesin erreicht.

Nach Kuchen-Snack und Schnack in der Sonne ging es auf den beschwerlichen Rückweg. Aber auch hier konnten wir wieder auf die Gruppe zählen, obwohl es einigen Mitfahrern zu schnell und Jule zu langsam war. Aber auch das konnte ohne viel Murren & Knurren kompensiert werden, bevor vor Vehlefanz der Reifen von Godo schlagartig die Luft verlor.

Kein Problem, denn die Fraktion wollte eh ab Marwitz abbiegen und Richtung Falkensee steuern, sodass wir sie mit nicht all zu viel schlechten Gewissen zurücklassen konnten.

In Hennigsdorf verabschiedete sich noch die Ost-Berlin-Fraktion und ich rollierte noch mit Andreas durch den Spandauer Forst.

Klasse, extrem harmonische Runde mit neuen Mitfahrern und alte bekannten Mitfahrern. Auch ohne viel Ansage wurde immer ordentlich gefahren und es gab keine brenzligen Situationen. Werde jetzt wohl wieder öfter Runden ausrufen…

Päwesin-Runde mit Alex & Marc

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Endlich wieder draussen fahren – endlich wieder Bloggen!


Nach den vielen Zwift-Einheiten der vergangenen Wochen & Monate, sollte heute Rennrad-Einstand auf deutschem Asphalt in 2018 gehalten werden. In den vergangenen Jahren war ich schon früher draußen wieder aktiv. Dieses Jahr war es anders: Zum einen fesselte mich Zwift zum »Drinnen-Trainieren«, zum Anderen waren die vergangenen Wochen und Monate auch nicht besonders einladend zum draußen fahren: Temperaturen um den Gefrierpunkt und keine Sonne, sind nach dem tollen Wetter in Taiwan kein Grund nach draußen zu gehen fahren.

Lange Rede: Heute war es dann endlich soweit. Eine Woche vor Ostern. Besser spät als nie. Die Temperaturen meiner Netatmo Wetterstation zeigten aber auch nur 2,8°C auf meinem Balkon. Es sollten aber über 10°C werden. Ideale Wetterbedingungen zum Radeln sehen anders aus. Immerhin sollte die Sonne rauskommen und kein Regen war in der Vorhersage. Also nix murren, ordentlich anziehen und um 10:30 Uhr an der Metro den Alex treffen. Der war über-pünktlich und mit ein wenig Karenz ging es dann weiter nach Westen, wo Marc zu uns stieß.

Kleine aber feine Gruppe, die sich gemeinsam wieder ans draußen Fahren gewöhnen wollte. Marc hatte dies am wenigsten verlernt und so ließen wir ihn uns das Ein ums Andere mal durchs karge Havelland ziehen.

Die Strecke war bekannt und so erreichten wir planmäßig nach gut 60 Kilometern unseren Pausen-Ort. Ein hübscher Wintergarten beim Backwahn lud zum Verweilen ein.

Der Rückweg war dann für Marc weniger angenehm, denn ihn plagten starke Magenschmerzen – ob es der Kuchen war, konnte nicht ermittelt werden. Wir wechselten oft und so hatte der Fresspuls heute bei mir keine Chance, sich zu zeigen.

Spandau wurde erreicht und die Runde erfolgreich beendet. Klasse Sport mit genau dem Niveau, welches zum Start der Saison für mich vertretbar ist. Danke fürs Mitnehmen!

 

ERT 2018: Taiwan Tour 10. Etappe

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Su-ao – Taipei


Heute ging es zum letzten Mal auf die Piste. Die Taiwan-Runde musste geschlossen werden. Beim Frühstück im 9. Stock mit Blick auf den Hafen wurde klar, dass das heute keine Kaffee-Fahrt werden würde, denn es regnete in Strömen. Die Gruppe diskutierte eifrig über Optionen der Bus-, Bahn- oder sonstiger Fahrt.

Für mich war klar, dass die letzte Etappe unbedingt auf dem Rad zurück gelegt werden musste. Dafür bin ich nach Taiwan gereist: um die Insel einmal aus eigener Kraft mit dem Rad zu umrunden. Ohne wenn & aber. Also suchte ich mir als geeigneten Mitstreiter heute den Sascha aus und wir machten uns pünktlich um 9 nach zwei Scheiben Toastbrot und ein wenig Rührei auf den Track. Noch nicht mal am Ortsausgang angekommen, kübelte es richtig von oben. Das konnte ja nen Tag werden! Entlang der Küste führte wieder ein toller Radweg, dem wir nur bedingt Aufmerksamkeit schenken konnten, denn zu allem Überfluss blies der Wind auch noch richtig ordentlich aus Nord. Geteiltes Leid ist halbes Leid und so war ich sehr froh, Sascha dabei gehabt zu haben.

Irgendwann kam dann das Gebirge, dass heute für ein paar Höhenmeter sorgen sollte. Und siehe da, die Straßen waren auf einmal trocken und ich konnte die AliExpress-Regenjacke ablegen. Oben am »Gipfel« gab es dann ein letztes mal Buffet, welches voller Wehmut genossen wurde. Das wars nun mit Taiwan-Top-Versorgung!

Nun ging es wellig im Gebirge weiter und es gab das ein ums andere mal Sprühregen. Egal, ich hatte Spaß am Radeln und genoss die letzten Kilometer auf meinem Renner auf dieser herrlichen Fahrrad-Insel. Irgendwann, nachdem die Bremsklötze komplett runter gebremst waren, wurde dann Taipei erreicht und gleich mal falsch auf den Highway aka Autobahn abgebogen. Im letzten Moment holten mich noch zwei Polizisten im schicken 3er-BMW ein und belehrten mich freundlich aber bestimmt in gebrochenem Englisch, dass ich doch bitte umzudrehen hätte. Ich entschuldigte mich mehrmals und der Polizist auf dem Beifahrersitz stieg sogar aus um mir den Weg auf dem Standstreifen entgegen des Verkehrsflusses zu weisen. Sehr freundlich und aufmerksam!

Nun hatte mich die Großstadt wieder aufgesogen und die verbleibenden Kilometer musste die breite Einfallstraße mit Mopeds, Taxen, PKWs und Bussen geteilt werden. Nun nur keinen Fehler machen und sicher das Hotel erreichen – was zum Glück gelang.

Perfekte zwei Wochen auf meinem Renner liegen hinter mir. Die Insel wurde aus eigener Kraft erfolgreich umrundet und das beeindruckende Land mit unzähligen Eindrücken, Gefühlen, Gerüchen und Emotionen im wahrsten Sinn des Wortes »erfahren«.

Ohne das Organisationstalent vom wff wäre diese logistische Meisterleistung nicht möglich gewesen. Für den Einsatz, speziell von Susi und Stefan möchte ich mich hier ganz herzlich bedanken.

Was bleibt? Ein wenig Statistik: 1.220 km und 11.511 Höhenmeter auf dem Renner abgespult. Das Jahres-Rennrad-Highlight in 2018 schon im Januar erlebt!? Mal sehen was noch so auf mich wartet!?