Oranienburg-Runde

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Wer lesen kann ist klar im Vorteil«


Eigentlich wollte ich heute mit meinen Jungs die Feierabendrunde »ins Mühlenbecker Land« fahren. Ich freute mich sehr Alexander und Christian wieder zu sehen. Am Treffpunkt an der Agip wartet ich leider vergeblich von 17:54 Uhr bis 18:15 Uhr auf die Beiden.

Bis Lehnitz dauerte es, bis ich meinen Ärger weg gedrückt hatte, denn ich wusste nicht, warum niemand am Treffpunkt war. Gross motiviert zum Radfahren war ich nicht, und so kam mir eine Gruppenfahrt eigentlich sehr gelegen. Aber das sollte heute dann wohl nicht sein und so entschloss ich mich hinter Lehnitz nicht rechts ins Mühlenbecker Land abzubiegen sondern durch Oranienburg hindurch. Die Durchfahrt Oranienburg war allerdings eine Spießrutenfahrt, denn die Straße und auch die Gehwege waren an vielen stellen bedingt durch Bauarbeiten nicht befahrbar. Das wird Übermorgen um kurz nach 6 Uhr auf den ersten Kilometern nach Usedom noch lustig.

Über Germendorf, Velten und Hennigsdorf tauchte ich wieder in den Spandauer Forst ein. Das war eine gute Entscheidung, denn auf den letzten Kilometern wurde es richtig dunkel und da ich nur ein Rücklicht dabei hatte, fiel es mir einige male schwer, Schlaglöcher zu erkennen. Das man von herannahendem Verkehr auch sehr spät wahr genommen wird, brauche ich eigentlich nicht zu schreiben. Sehr unaufmerksam von mir, kein Licht mit zu nehmen. Der Herbst hat begonnen. An Ø 14,5°C muss ich mich wohl gewöhnen. Kurze Hosen sind nun wohl auch vorbei.

Die Tourenbeschreibung von Alexander war eigentlich recht eindeutig:

Start: AGIP-Tankstelle Dietzgenstraße 17:30
Strecke: http://www.bikemap.net/route/958934
Länge: 70 km
Profil: flach
Ziel: AGIP-Tankstelle Dietzgenstraße 19:45

Harz-Tour 2011 – Tag 3

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Königsetappe aufn Sonntag«


Das Wetter war wieder nicht wirklich berauschend: Tiefe dunkle Wolken über Tanne, aber kein Regen und halbwegs trockene Strassen. Auch der Regenradar sagte Trockenheit voraus. Typisches Harzwetter eben.

Bei Frühstück entschieden wir, die Etappe in den Westharz zu fahren. Also die Königsetappe vom Samstag auf den Sonntag zu legen.  Aufgrund des unsicheren Wetters wollten wir allerdings die 30 km lange Nase nach Lauthental, die wir sonst immer gefahren sind, auslassen. Mitfahrer hatten auch Probleme mit ihren Knien und Kondition, insofern passte es das wir die kürzere Strecke wählten.

Sonntags haben ja nicht nur im Harz die meisten Bäcker geschlossen, deshalb planten wir unsere Rast nach 65 km in Claustal-Zellerfeld auf einer Tankstelle. Keine schlechte Entscheidung denn man reichte uns Teller und Kuchenbesteck zum gekaufte Comtess Kuchen und wir durften uns im Wellness-Bereich der Tankstelle mit Kaltgetränken entspannen. Das Weiterfahren fiel schwer aber nun sollte es ja erstmal aus dem Harz raus, bergab nach Osterode gehen.

Auf der schnellen Bundesstraße ins Tal übersahen die voraus fahrenden Kettenbrüder Jan, Stefan, Wolfgang und Sascha das Kraftverkehrstraßen-Schild und ballerten auf der Kraftfahrstraße nach Osterode.

Auch mein Rufen konnte die Jungs nicht mehr einfangen und so mussten moderne Kommunikationsmittel, in Form von Mobiltelefonen, das wieder zusammenfinden ermöglichen. Nach einiger Warterei konnte es dann endlich flach aber zügig weiter entlang es Harzes gehen. Erstmal gab es nur kleine Welle. Kein Vergleich zu den langen knackigen Anstiegen des Vormittags. Hinter Bad Lauterberg wurde es aber wieder etwas steiler, bevor in Zorge der letzte Anstieg nach Hohengeiß auf uns wartete. Die 4 Kilometer dort hoch wurden dieses Jahr mit weniger Körnern genommen. Es war halt kühler und die Runde war ja insgesamt kürzer.

Nach einer erfrischenden Dusche im Tanne-Park und einem gekühltem alkoholfreiem Weizenbier-Abschiedstrunk machten wir uns auf die Heimreise in die weit entfernte Hauptstadt.

Fazit: Ein schönes Harz-Wochenende. Das Wetter hätte es besser mit uns meinen können. Insgesamt haben wir aber das Beste draus gemacht und schöne Runden gedreht. Die Stimmung im Haus war immer gut. Gerne wieder.

Harz-Tour 2011 – Tag 2

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Heute leider nur der Brocken«


Der Tag begann, wie vorher gesagt, mit Regen. Viel Regen. Soviel Regen, dass niemand wirklich Lust hatte sich aufs Rad zu setzen und die Königsetappe zu fahren. Nichtmal eine kurze Runde war vorstellbar. Nach anfänglichem Rumlungern in unserem Haus entschieden wir uns für eine kleine. Ausflug nach Wernigerode mit den Autos. Dort speisten wir zu Mittag und machten Einkäufe. Auch Wolfgang spendierte seinem Scott einen neuen, provisorischen Schalthebel, denn dieser war ihm bereits am Freitag vor den ersten Metern abgebrochen.

Zurück um 14:30 Uhr in Tanne war der Regen weniger geworden und wir entschlossen uns, noch den Brocken hoch zu fahren. Keine besonders lange Runde, aber durchaus ein wenig anspruchsvoll, bedingt durch die Höhenmeter. Laut Adrians Bericht war die neue Strasse des rund 10 km langen Anstiegs auf 8 km fertig gestellt, und nur die letzten 2 km musste an Schlaglöchern vorbei manövriert werden. Die letzte steile Rampe wurde genommen und dann waren wir in einer dicken Wolkensuppe verschwunden, aber auf dem Gipfel. Der Wind blies heftigste und wir verspürten keine grosse Lust uns dort lange aufzuhalten.

Ein Erinnerungsfoto wurde geschossen, bevor es wieder ins Tal nach Schierke zurück ging, Die Abfahrt machte grossen Spass, da keinen Schlaglöcher, Wanderer, Autofahrer oder Pferdekutschen die neue breite Strasse blockierten. Nun wurde es auch wieder etwas wärmer und statt 7°C waren es auf einmal wieder 15°C.

Nun noch ein paar Wellen zurück nach Tanne, dann in den Pool und Sauna, bevor wir ein leckeres Abendessen im Tanne-Blick geniessen durften. Morgen dann hoffentlich ohne Regen.