Viertel-Vor-Zehn-Gruppe-extended-version

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Kräftiger Wind = kräftige Beine?«


Heute stand mal wieder der Start um ¼-vor-10 am Auerbachtunnel auf dem Zettel. Eine verlässliche Trainingsrunde, immer am Wochenende, an dieser Stelle. Neben den üblichen Protagonisten fand sich auch mein langjähriger Freund und Kettenbruder Andi S. ein, mit dem ich vor über 35 Jahren zusammen eingeschult wurde.

Da wir uns lange nicht gesehen hatten, war viel zu besprechen und die Runde würde garantiert kurzweilig werden.

Mit einigen Minuten Verspätung ging es dann auch, bei wolkenlosem Himmel, die Krone herunter. In relativ ruhigem Plauder-Tempo, weiter auf bekannten Wegen raus durch Klein-Machnow. So richtig kennen tue ich die zu fahrende Strecke nie. Einer der Initiatoren hat sie wohl im Kopf und weist immer rechtzeitig vor Gabelungen darauf hin, wo lang gefahren werden soll. Für einen Garmin-Authisten, wie mich, natürlich schwierig, aber heute konnte ich mich einfach mal treiben lassen. Es würde schon nicht zu dicke kommen.

Als wir hinter Tyrow und Nunsdorf allerdings immer weiter nach Süden fuhren, war mir klar, dass heute die Extended-Version auf dem Zettel stand. Wäre da der permanente West-Wind nicht gewesen, wäre es sicher auch ordentlich gerollt, aber so mussten wir uns immer irgendwie gegen den Wind wehren. Ob von Vorne oder der Seite.

Das tat dem Fahrspass aber keinen wirklichen Abbruch und so ging es hinter Luckenwalde zurück nach Norden, in Richtung Hauptstadt. Leider gab es heute in Trebbin keinen Boxenstop an der Tankstelle und ich musste sehen, wie ich mit meinen zwei, nun fast leeren, Getränkeflaschen zurechtkam.

Zurück in Klein-Machnow trennte sich die Gruppe und ich fuhr noch mit ein paar anderen Radlern Richtung Willy. Die Beine und meine Speicher waren leer und ich konnte den Hügel und das Postfenn hinauf keinen ordentlichen Druck mehr aufbauen. Heute also keine neuen Rekorde mehr, zumindest an diesen Sektoren.

Zuhause war ich froh, die erweiterte Runde überstanden zu haben. Es war heute definitiv anstrengender als vor zwei Wochen. Trotzdem morgen wieder.

Kurze Nordrunde über Kremmen

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Was für ein toller Sommer!«


Geplant war heute die Tiri-Runde im Süden mit zu fahren. Da ich leider gut 15 Minuten zu spät zuhause eintraf musste ich diesen Plan verwerfen und mich alleine auf eine Trainingsrunde machen.

Gerne genommen wird da von mir die Kurze Nordrunde über Kremmen, quasi meine Referenz-Trainingsstrecke, die ich schon mehrfach in diesem Jahr gefahren bin.

Auf den ersten Kilometer ließ ich es ruhig angehen. Kein neuer Best-Zeit-Versuch war geplant. Bedingt durch die milden Temperaturen von 22°C, die leise Briese und die erholten Beine kam ich dann doch sehr gut voran und ich hatte großen Spass am Fahren.

Als Fahrspiel versuchte ich dann doch den Schnitt zu erhöhen und achtete dadurch darauf, das Tempo nie zu verwässern, was auf dem, nicht überall so perfekt wie auf dem Bild ausgebauten, Havelland-Radweg teilweise recht schwer fiel. Auch die Baustelle in Schönwalde kostete ein paar Sekunden Minuten.

Der Mauerradweg wurde in neuer Bestzeit abgespult. Kein wirklich ganz ungefährliches Segment, da der Radweg einige enge Kurven und böse Wellen durch durchbrechende Wurzeln aufweist. Wenn dann noch Gegenverkehr in Form von Joggern oder anderen Radfahrer herrscht kann es bei High-Speed wirklich dramatisch werden.

Heute kamen mir nur zwei Radler entgegen und ich drückte richtig durch, was man an dem, für meine Verhältnisse, recht hohen Durchschnittspuls von 161 bpm in diesem Segment erkennen kann. Ich freue mich schon, wenn sich dort noch andere versuchen! Mal sehen wir lange der KOM meiner bleibt.

Fazit: Schöne Runde an einem herrlich warmen Spätsommer-Abend. Hoffentlich noch viele davon in 2012!

Kleine Bäckerrunde nach Fehrbellin

Lesezeit: 3 Minuten

oder »wie aus einer GA2-Runde dann doch nur GA1 wurde«


Nachdem wir gestern ein wenig länger unterwegs waren, sollte es heute eine Geniesser-GA2-Runde werden. Alexander und Christian passten mich um ½-10 an der Metro ab und wir machten uns gemeinsam auf die Anreise zum Rathaus Falkensee. Dort wartete schon Adrian und wenige Minuten später gesellte sich noch Sebastian hinzu. Sehr schön, denn ich hatte schon befürchtet, dass wir heute nur zu dritt unterwegs sein würden. Um kurz nach 10 trudelte auch noch Bernd ein und nach kurzem Plausch in der Sonne ging es auch schon auf die Piste.

Schnell war klar, dass es wohl keine Geniesser-Runde geben würde, denn jeder in der Führung tat nicht nur das Nötigste, sondern sein Möglichstes um zügig voran zu kommen. So erreichten wir in windeseile Nauen. Jetzt nur nicht locker lassen, der Konditor in Fehrbellin muss in Rekordzeit erreicht werden! Meine Beine zwackten und wehrten sich nach kurzer Zeit in der Führung mit solchem Tempo weiter zu kurbeln. Aber als Benchmark galt der vorherige Führungsfahrer und Tempo-Verwässern kam gar nicht in die Tüte. Irgendwie immer das gleiche Spiel, auch wenn ruhige Runden ausgerufen werden. Segen oder Fluch? Keine Ahnung, sicher müsste man sich andere Protagonisten zum Ausfahren suchen, mit meinen Kettenbrüdern ist ruhig einfach nicht machbar.

Egal, so gab es schneller den leckersten Kuchen in Brandenburg und einen Pott Kaffee. Bernd erwartete uns, zu unser aller Überraschung, schon. Er hatte einen Abkürzung gewählt.  Als wir es uns mit Sitzkissen und zwei Stück Kuchen so richtig in der Sonne gemütlich gemacht hatten und das weitere taktische Vorgehen zurück in die Hauptstadt besprochen hatten, tauchte ein Skoda-Rider auf, den ich erst, weil ohne Brille, auf den zweiten Blick erkannte: Auch Mike hatte sich heute autark zum Bäcker aufgemacht und war verwundert, dass wir schon so früh beim Kuchen sassen.

Für uns war es an der Zeit aufzubrechen und wir ließen Mike und Bernd zurück. Eine wichtige Herausforderung wartete noch auf uns: Ein kurzes Segment musste erobert werden. Als wir diesem näher kamen erschien uns unser Vorhaben, bedingt durch den Gegenwind, unmöglich und wir wollten es schon vertagen. Probiert haben wir es trotzdem und durch geschicktes hereinfahren von Christian im Windschatten von Sebastian konnte er den KOM zu sich nach Pankow holen. Well done!

Alexander hatte sich nun leider schon Richtung Oranienburg verabschiedet, und so mussten wir zu Viert weiter nach Marwitz und dann Hennigsdorf gegen den Wind arbeiten. Kein leichtes Unterfangen, war ich doch eigentlich leer und fertig fürs Wohnzimmer und ’ne kalte Cola.

Hinter Henningsdorf drückte ich mich mit Adrian durch den Spandauer Forst. Sehr angenehm dort nicht alleine, weiter gegen den Wind kämpfen zu müssen. Die letzten Kilometer konnte ich dann doch noch recht entspannt mit Rückenwind genießen.

Eine klasse Bäckerrunde mit neuer Bestzeit. Wie ich meinen Unterlagen entnehmen kann, bin ich diese Runde noch nie in diesem hohen Tempo gefahren und am Ende war es dann doch mehr GA1 als GA2. Verstehen kann ich das zwar nicht, aber: Passt schon! Dann am Dienstag wieder…