Päwesin-Runde rerererererereloaded

Lesezeit: < 1 Minute

Gute, frische Herbst-Runde


Eigentlich wollten wir zu dritt nach Päwesin rollern. Kleinen Sport machen, plaudern und das Wochenende so gemütlich Einleuten. Daraus wurde leider nix, denn der Eine sagte um 2 Uhr morgens ab, der Andere stellte abfahrbereit fest, dass sein Lenker gebrochen war.

Also kein Alternativ-Programm, sondern einfach alleine los. Das kann ich ja auch ganz gut, und eine einschlägige Strecken-Kenntnis war auch vorhanden.

Trotz Gegenwindes rollte es ordentlich und ich konnte an meinem Leistung-Meß-Instrument ablesen, dass die Beine heute Druck machen konnten. Zumindest ein wenig.

Nach gut der Hälfte der Strecke in Päwesin gab es neben einem grauen Himmel auch wieder leckeren Kuchen. Der Andrang hielt sich in Grenzen und so konnte der Boxenstop ohne all zu sehr auszukühlen absolviert werden. In Ermangelung von netten Gesprächspartnern wollte ich dort heute auch keine Wurzeln schlagen.

Nun ging mit Schiebewind zurück in die Hauptstadt, dass zumindest ein 30er Schnitt gesichert werden konnte.

Schöne Herbst-Ausfahrt in Kurz-Kurz, mal sehen, was morgen so geht!?

ERT 2017: Pyrenäen 12. Etappe

Lesezeit: 3 Minuten

Berga – Barcelona


Sehr schade, denn die diesjährige Europa-Rad-Tour des WfF geht mit dieser Etappe zu Ende. Aber erstmal müssen wir ja zurück nach Barcelona. Ein kurzer Blick auf das Streckenprofil offenbarte, daß dieses Vorhaben nicht all zu herausfordernd werden würde, denn es ging tendenziell eher bergab. Allerdings hatte der Strecken-Gourmet Dirk noch eine lange Variante gebaut, die ein paar Höhenmeter für die nimmersatten Bergfahrer anbot. Treu dem Motto: »Wann kann ich denn wieder Berge fahren!?« schloss ich mich den Fitten an und versuchte mich auf der langen Strecke.

So kam es, dass mir schon nach wenigen Minuten zu schnell gefahren wurde und ich bekam Hoch-Puls und schlechte Laune. Also wieder alleine fahren, was mir sehr zusagte. Irgendwie gelang es mir dann doch, wieder aufzuschließen und so fuhr ich bis zum letzten Buffet gemeinsam mit der Bande. Eugen hatte leider weniger Glück, denn er versuchte sich an einen Profi-Radfahrer zu hängen, was ihm zwar kurzzeitig die Führung brachte, aber langfristig den Anschluss kostete, da er falsch abbog. Besonders unschön für ihn, da er ohne Navigation unterwegs war. Aber auch er fand das Buffet wieder.

Nach dem Buffet gab es Streckenteilung und die Höhenmeter-Fanaten durften einen zwölf Kilometer langen Anstieg hinauf fahren. Spektakuläre Felsformationen links der Strecke belohnten die Retina für die Strapazen. Oben wartete die Bande dann wieder netterweise auf mich. Klasse.

Nun ging es eine gefühlte Ewigkeit bergab, und vor den Toren von Barcelona noch einmal auf einen unbefestigten Weg, der nicht enden wollte. Wir fuhren eine Nase als Alternativroute und erreichten dann, nachdem noch einmal rund 200 Höhenmeter gebügelt werden mussten, endlich das Meer. Am goldenen Sandstrand spendierte Dirk ein Getränk und wir feierten uns, den Tag, das Meer, den WfF und das Leben! Herrlich!

Jetzt nochmal konzentrieren und durch den Stadtverkehr unbeschadet das Hostel erreichen. Check! Top-Tour! Danke fürs Mitnehmen!

Fazit: Zwölf Etappen und insgesamt vierzehn Tage unterwegs gewesen. Die schnöden Fakten laut Strava:

  • 1.507,5 km Rad gefahren
  • 24.245 Höhenmeter gebügelt
  • 69 Stunden und 56 Minuten unterwegs mit dem Rad gewesen

Die Zahlen, zeigen natürlich nicht, wieviel Endorphine bei mir ausgeschüttet wurden, wieviel Schweiss geflossen ist und wie oft ich auch geflucht habe, weil ich keine Lust mehr hatte, weiter zu fahren. All das gibt es quasi on-top.

Mein grosser Dank geht hier auch an die, die im Hintergrund alles möglich gemacht haben, dass wir die Mitfahrer einen perfekten Tag auf dem Rad verbringen durften.

Wenn mal was nicht geklappt hat, dann wurde immer versucht, es allen recht zu machen, was bei der wilden Meute sicher kein leichtes Unterfangen war. Professioneller kriegen das kommerzielle Radveranstalter auch nicht hin. Aber ich sollte hier nicht zu sehr schwärmen, sonst sind die Touren noch schneller ausgebucht.

Danke auch an die Mitfahrer, mit denen ich nicht nur Rad gefahren bin, sondern auch Freundschaften geschlossen habe. Und zu guter Letzt noch mein Dank an den Schutzengel, der immer bei mir war und dafür gesorgt hat, dass der Gummi auf dem Asphalt blieb.

Freut mich auf die nächste ERT bzw. WRT! Kann es kaum erwarten!

Gesamtstrecke

Relive

ERT 2017: Pyrenäen 11. Etappe

Lesezeit: 2 Minuten

La Seu d’Urgel – Berga – „Die verlorene Form kommt zurück“


Nach dem leckeren und, für spanische Verhältnisse, sehr umfangreichen Frühstück mit Mandelkuchen und leckersten süssen Teilchen machte ich mich auch heute wieder alleine auf die Strecke. Knapp 3.000 Höhenmeter mit dreieinhalb Anstiegen auf der langen Strecke erwarteten mich. Da wollte ich nicht gleich im Morgentau in die Vollen treten.

So kam es auch, dass die Leistungsträger förmlich an mir vorbeiflogen. Mir egal, immer über 200 Watt bleiben und auch den Puls mal in den anaeroben Bereich lenken, so der Plan.

Das Wetter war auch herrlich und so konnten die Armlinge schnell abgestreift werden. Oben angekommen war ich richtig auf den Geschmack gekommen und freute mich über die schnelle Abfahrt und den darauffolgenden Anstieg. Wieder Oben gab’s dann Buffet. Heute sogar mit handgemachter Bananenmilch von Marlene. Köstlich!

Nach der kurzen und schnellen Abfahrt teilte sich die Strecke und der lange Track führte in einen Anstieg mit zweistelligen Steigungsprozenten. Ein echter Konterberg!

Die Beine waren gut und ich wollte unbedingt sehen, wie es dort oben wohl aussieht.

Recht unspektakulär: eigentlich eine kleine Geisterstadt, die durchfahren werden musste. Etliche Lifte und riesige asphaltierte Parkplätze. Ein Ski-Gebiet im Spät-Sommer. Zu gerne würde ich wissen, wie es im Winter hier wohl zugeht!?

Nun führte die Straße einen Kamm in knapp 2.000 Meter Höhe entlang, der einen faszinierenden Blick auf Sant Llorenç de Morunys bot. Weiter ging es auf der perfekt asphaltierten Abfahrt herunter in den Ort. Dort gönnte ich mir in einem Café eine Cola mit viel Eis, bevor es auf die restlichen knapp 35 km ging. Kurz nach dem Ort rollte ich auf Liszt und Tom auf, die ich fast bis Brega, unserem heutigen Etappenort, begleitete. Die beiden wollten noch den Hausberg hoch, was ich ablehnte. Der Track war eh schon durch den Stich hoch ins Skigebiet ruiniert, da wollte ich mir nicht weitere Stiche einbauen, die im Endeffekt wie Verfahrer aussehen.

So erreichte ich alleine unser recht nobles Hotel, vor dem Marc schon mit dem Zimmerschlüssel wedelte.

Tolle Strecke, faszinierende Landschaft – toller Tag auf dem Rad! Würde fast sagen, die spektakulärste Etappe. Morgen dann zurück nach Barcelona.