ERT 2017: Pyrenäen 12. Etappe

Berga – Barcelona


Sehr schade, denn die diesjährige Europa-Rad-Tour des WfF geht mit dieser Etappe zu Ende. Aber erstmal müssen wir ja zurück nach Barcelona. Ein kurzer Blick auf das Streckenprofil offenbarte, daß dieses Vorhaben nicht all zu herausfordernd werden würde, denn es ging tendenziell eher bergab. Allerdings hatte der Strecken-Gourmet Dirk noch eine lange Variante gebaut, die ein paar Höhenmeter für die nimmersatten Bergfahrer anbot. Treu dem Motto: »Wann kann ich denn wieder Berge fahren!?« schloss ich mich den Fitten an und versuchte mich auf der langen Strecke.

So kam es, dass mir schon nach wenigen Minuten zu schnell gefahren wurde und ich bekam Hoch-Puls und schlechte Laune. Also wieder alleine fahren, was mir sehr zusagte. Irgendwie gelang es mir dann doch, wieder aufzuschließen und so fuhr ich bis zum letzten Buffet gemeinsam mit der Bande. Eugen hatte leider weniger Glück, denn er versuchte sich an einen Profi-Radfahrer zu hängen, was ihm zwar kurzzeitig die Führung brachte, aber langfristig den Anschluss kostete, da er falsch abbog. Besonders unschön für ihn, da er ohne Navigation unterwegs war. Aber auch er fand das Buffet wieder.

Nach dem Buffet gab es Streckenteilung und die Höhenmeter-Fanaten durften einen zwölf Kilometer langen Anstieg hinauf fahren. Spektakuläre Felsformationen links der Strecke belohnten die Retina für die Strapazen. Oben wartete die Bande dann wieder netterweise auf mich. Klasse.

Nun ging es eine gefühlte Ewigkeit bergab, und vor den Toren von Barcelona noch einmal auf einen unbefestigten Weg, der nicht enden wollte. Wir fuhren eine Nase als Alternativroute und erreichten dann, nachdem noch einmal rund 200 Höhenmeter gebügelt werden mussten, endlich das Meer. Am goldenen Sandstrand spendierte Dirk ein Getränk und wir feierten uns, den Tag, das Meer, den WfF und das Leben! Herrlich!

Jetzt nochmal konzentrieren und durch den Stadtverkehr unbeschadet das Hostel erreichen. Check! Top-Tour! Danke fürs Mitnehmen!

Fazit: Zwölf Etappen und insgesamt vierzehn Tage unterwegs gewesen. Die schnöden Fakten laut Strava:

  • 1.507,5 km Rad gefahren
  • 24.245 Höhenmeter gebügelt
  • 69 Stunden und 56 Minuten unterwegs mit dem Rad gewesen

Die Zahlen, zeigen natürlich nicht, wieviel Endorphine bei mir ausgeschüttet wurden, wieviel Schweiss geflossen ist und wie oft ich auch geflucht habe, weil ich keine Lust mehr hatte, weiter zu fahren. All das gibt es quasi on-top.

Mein grosser Dank geht hier auch an die, die im Hintergrund alles möglich gemacht haben, dass wir die Mitfahrer einen perfekten Tag auf dem Rad verbringen durften.

Wenn mal was nicht geklappt hat, dann wurde immer versucht, es allen recht zu machen, was bei der wilden Meute sicher kein leichtes Unterfangen war. Professioneller kriegen das kommerzielle Radveranstalter auch nicht hin. Aber ich sollte hier nicht zu sehr schwärmen, sonst sind die Touren noch schneller ausgebucht.

Danke auch an die Mitfahrer, mit denen ich nicht nur Rad gefahren bin, sondern auch Freundschaften geschlossen habe. Und zu guter Letzt noch mein Dank an den Schutzengel, der immer bei mir war und dafür gesorgt hat, dass der Gummi auf dem Asphalt blieb.

Freut mich auf die nächste ERT bzw. WRT! Kann es kaum erwarten!

Gesamtstrecke

Relive

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