RTF »Nordexpress«

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Wieder hurtig nach Norden ab Buch«


Was ist schöner als eine RTF am Wochenende zu fahren? Logisch: An beiden Wochenendtagen bei herrlichem Sonnenschein an den Start gehen!

Die Anreise war reine Routine, da es gestern schon mit den gleichen Verkehrsmitteln in den Norden ging. Ebenso war die Anmeldung ratz-fatz erledigt und die Minuten vor dem Start konnten noch zur Begrüßung der anderen Rennradkolleginnen und Kollegen genutzt werden. Herrlich! Das Kernteam, bestehend aus Sebastian, Stefan B., Alexander, Yannic, Erich und mir besprach die Taktik für die Strecke. Heute sollte es ein wenig entspannter zugehen und jede Kontrolle zu einer kleinen Verschnaufpause genutzt werden. Sehr gut.

Leider verloren wir Isabell und St. Pauli-Dirk gleich am Start und mussten uns ohne deren Unterstützung über die nervige Kopfsteinpflasterpassage hinweg machen. Die Wechsel klappten anfangs gut, bis wir andere kleine Gruppen einsammelten, die sich uns anschlossen. Leider verstanden diese nicht, wie wir wechselten und daß es sich auch für Lutscher gehört, Führung zu fahren. Mit deutlichen Worten erklärten wir unsere Fahrweise und dann war ein friedliches Miteinander bis zur ersten Kontrolle gesichert. Der RVg Nord hatte an den Kontroll-Verpflegungspunkten keine Kosten und Mühen gescheut und reichte neben Rosinenbroten mit original Nutella auch Vitell Wasser aus der Flasche. Wir waren beeindruckt. Nun machten wir uns erfrischt und gut gelaunt auf den weiteren Weg nach Norden.

Die von uns neu eingeführten Mallorca-Wechsel klappt nun sehr gut und jeder durfte mal in der Führung fahren und hatte so oft auch einen neuen Nachbarn. Das Tempo wurde trotz ungünstiger Windverhältnisse hoch gehalten. Die Kontrollen 3 und 4 wurden angesteuert, wo noch ein Erinnerungs-Gruppenfoto geschossen wurde, bevor auf dem Stück von Lehnitz nach Summt von Sebastian richtig am Docht gezogen wurde und so sich so die Gruppe zwangsläufig ein wenig reduzierte. Großer Sport.

Zum Glück waren es jetzt weniger als 10 km zurück zur Hufeland-Schule in Buch, denn meine Beine fühlten sich müde an und alle Körner waren bereits auf den letzten 140 km des schwarzen Asphaltbandes verteilt worden. Ein letztes mal in der Führung fahren und dann der erlösende Rechtsknick hinunter zu Schule. Endlich geschafft! Ein klasse RTF-Rennradwochenende geht zu Ende. Bis Dienstag dann wieder Rennrad-Fahren. Freu mich jetzt schon.

RTF »zur Schorfheide«

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Endlich ein Frühjahrsklassiker!«


Da ich in 2011 diesen Klassiker leider ausfallen lassen musste, war ich froh heute wieder dabei sein zu können. Die Streckenführung ist sehr abwechslungsreich und führt durch das größte zusammenhängende Waldgebiet in Europa – die Schorfheide.

In der S-Bahn, die mich zum Start in Buch brachte, traf ich, bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 20°C, Stefan B. Mit ihm rollerte ich an der Endstation in Buch zur Hufeland-Schule, an der auch schon Ralph W. und Alex die Anmeldeformalitäten erledigt hatten. Jetzt aber husch husch, bekanntermaßen fahren die RTF-Radler bereits vor dem offiziellen Start los, um nicht als Letzte wieder zurück am Start/Ziel zu sein.

Flott ging es los und einige Gruppen wurden routiniert überholt um an eine schnelle führende Gruppe heran zu fahren. Das gelang auch bzw. sammelten wir andere schnelle Fahrer ein, um ein ordentliche Gruppe zu bilden. RTF-Alltag.

Die 1. Kontrolle wurde links liegen gelassen (auch RTF-Alltag) und der Werbellin-See angepeilt. Meine Beine waren gut und so spielte ich oft in der Führung mit. Bloß nicht zu weit hinten fahren und gar einen Abriss riskieren. Dann schon lieber fleißig mitackern und so das Tempo mit diktieren.

An der 2. Kontrolle fuhren nun erneut viele einfach durch. Darauf hatten wir keine Lust. Erstmal Flaschen füllen und nach den Wellen verschnaufen und wieder sammeln war angesagt, bevor es auf einen von mir ungeliebten windigen Sektor nach Eberswalde ging. Das Ein ums Andere mal mahnte ich zu 2er-Reihen, die das Gruppenfahren erleichtern können.

Das Schiffshebewerk wurde passiert und nun wartete der letzte Anstieg in Falkenberg auf uns. Oben wieder kurz die Flaschen gefüllt und über die herrlichen Alleen zurück nach Bernau gestrampelt. Der Wind meinte es heute nicht gut mit uns und wir hatten gefühlte 90% der Fahrt Gegenwind. Egal, Körner waren heute genug vorhanden, um dagegen ankämpfen zu können.

In Ladeburg wurden noch meine Vereinskameraden kassiert, die heute die 110er Strecke gefahren sind.

Fazit: Eine tolle, gut organisierte RTF bei herrlichem Sommerwetter. Viel Führung gefahren und Spass dabei gehabt! Gerne morgen wieder beim Nordexpress!

WebSite der heutigen RTF »zur Schorfheide« Nr. 2082

Nordrunde über Kremmen

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Heute gleich zwei Premieren in 2012«


Eigentlich war heute geplant mit einigen Radlern aus der Rennradgruppe den Oderbruch zu erkunden. Um 8:45 Uhr konnte ich mich aber nicht aufraffen, denn der Himmel war grau und ich war irgendwie unmotiviert, mich auf meinen geputzten und gewarteten Renner zu setzten.

Aber auch am Couchen konnte ich nicht wirklich gefallen finden und als dann immer öfter die Sonne schien und blauer Himmel zum Vorschein kam, war klar, dass ich fahren musste.

Da ich gestern ja schon im Süde unterwegs war, wollte ich heute die lange Variante meiner Kremmen Runde fahren. Seit dem 24. November bin ich diese nicht mehr abgeradelt und Kilometersammeln ist immer gut.

Schon auf den ersten Kilometern merkte ich, dass es heute irgendwie nicht rund lief. Am Donnerstag noch, als ich den gleichen Weg nach Norden fuhr war alles ganz anders. Heute schien es nicht zu laufen. Als dann hinter Germendorf der Himmel nicht nur grau war, sondern sich auch über mir ergoss, war die Laune auf dem Tiefpunkt. Der Thermometer plumpste von 12°C gleich mal auf 7°C runter. Zum Glück regnete es nicht so lange, als dass ich komplett durchnässt worden wäre und hinter Kremmen kam dann schon wieder die Sonne heraus. 1. Regenfahrt in 2012. Da kenne ich aber wirklich schlimmeres. Gut dass der Regen nun vorbei war, wäre da nicht der recht heftige Gegenwind gewesen. Wirklich freude am Fahren™ hatte ich heute wenig.

Bei Kilometer 78,3 kurz hinter Brieselang kam mir dann noch ein Doppelpack-Radler mit rotem Trikot in Führung entgegen. Schon von weitem konnte ich erkennen um wen es sich handelte: Sebastian mit Yannick im Schlepptau. Wir bremste und hielten einen kurzen Plausch. Lustigerweise hatte Sebastian genau die gleichen Kilometer auf dem Tacho wie ich: 78,5. Sein Schnitt war aber erheblich höher, was meiner schlechten Laune nicht gerade half.

Schnell merkte ich, dass heute in der Gruppe fahren sicher netter gewesen wäre, denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Nun aber weiter über Priort, Fahrland, Gatow zurück nach Spandau. Dort nahm ich in der Wilhelmstrasse ausnahmsweise den Radweg, um schneller voran zu kommen und prompt wurde ich von einem rechtsabbiegenden PKW touchiert, der mich übersehen hat. Zum Glück kam ich nicht zu Fall und es gab auch keinen Materialschaden. Aber wieder bestätigt sich die Erkenntnis: Radwege können tötlich sein.

Zufrieden kam ich nach knapp unter 4 Stunden wieder Zuhause an. Gut das ich trainiert habe. Spass kam aber sehr selten auf. Vielleicht muss das auch ab und zu sein – keine Ahnung.