Mallorca Trainingscamp – Tag 2 – Santa Maria

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oder »Wind & Wellen«


Heute stand eine weitere Flachetappe auf dem Programm. Die 100-Kilometermarke sollte geknackt werden und schon ein wenig mehr Höhenmeter mit eingeflochten werden. Da bot sich die Santa-Maria-Runde an, die wir auch schon in den letzten Jahren gefahren sind.

Los ging es pünktlich um kurz nach 10 Richtung Nord-Westen in einer recht großen Gruppe. Das Peter-Maffey-Tal wurde passiert und alle hatten Spass an den Wellen, der verkehrsarmen Nebenstraße und dem Rückenwind.

Leider verpassten wir trotz vorher geplanter und in den Garmin geladener Route einen Abzweig nach Alaró, der uns einen schönen Anstieg beschert hätte. In Binisalmen wurden dann entschieden, daß dieser Anstieg unbedingt verbindlich zu unserer heutigen Ausfahrt gehören muss und kein Mandelkuchen ohne diese Anstrengung verzehrt werden darf.

Eine häßliche Nase hinterließ das auf der GPS-Aufzeichnung, da wir wieder zurück nach Lloseta musste, aber was tun wir nicht alles um uns Mandelkuchen wirklich zu verdienen!?

Leider vergaß der Kellner meinen Mandelkuchen. Ich insistierte nicht, diesen doch noch zu erhalten, denn Mr.-Minus-12-Kilo Herbert ließ mich an dem Anstieg ganz schön stehen und so war es wohl besser, auf den Kuchen zu verzichten. Sicher bietet sich in naher Zukunft noch genügend Gelegenheiten, doch solch ein herrliches Stück zu verspeisen.

Nun begann die 50 Kilometer weite Rückfahrt mit heftigem Gegenwind. Richtig Spass machte das Fahren nun nicht mehr, denn selten war die Geschwindigkeit höher als 30 km/h und der, von mir so geliebte, Flow war auch weg.

Im Schilf, der klassischen Ausscheidungsstrecke wurde dann noch einmal ordentlich Gas gegeben und wir schenkten uns nix. Hat ordentlich Spass gemacht, die letzten Körner dort rauszulassen.

Fazit: Eine schöne gemeinsame harmonische Runde, die Lust auf mehr macht.

Mallorca Trainingscamp – Tag 1 – Sineu

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oder »Erstmal aklimatisieren«


Nach eine kurzen Nacht und einem schlaflosen aber angenehmen Flug nach Palma, saßen wir um kurz nach Neun in unserem Transferbus der uns ins Hotel Pollentia Club Resorts brachte. Wird, das waren Michael, Heiko, Holger, Ralph-Udo und ich.

Nach dem flotten Einchecken machte sich Freude über die Wärme, das tolle Zimmer im ersten Stock und die nahende Ausfahrt breit.

Wir schauten, ob am Frühstücksbuffet noch etwas vor unserer Ausfahrt zu holen war und entdeckten dabei Karin und Christoph, die noch am Frühstücken waren. Die Freude über das Wiedersehen war groß! Wenig später kamen auch Susanne, Ralph, Eric, Tom, Mike, Tine, Herbert und Urbi in den Frühstücksraum und wir verabredeten eine Abfahrt für 12:30 Uhr.

Leider hatte die Feinjustierung am Schaltwerk meines Renners den Transport nicht überlebt und so musste ein außerplanmäßiger Boxenstop in der Hürzeler Werkstatt eingelegt werden. Glücklicherweise hatte die Werkstatt das Teil und wechselte es professionell in wenigen Minuten für 10 € aus. In Südafrika hatte mich die gleiche Reparatur noch 20 € gekostet. Aber in der Not sind das Peanuts. Was ist eine gelungene, stressfreie Ausfahrt Wert? Priceless…

Nun war ich zeitlich ein wenig in Verzug, denn der Garmin wollte noch scharf gemacht werden und umziehen und mit Sonnenmilch eincremen war ja durchaus auch noch irgendwie wichtig.

Kurz nach halb Eins traf ich auf dem großen Hotelvorplatz ein. Alle warteten schon geduldig und freuten sich auf die gemeinsame Ausfahrt fern der Heimat. Karin, Christoph und Herbert wollten eine andere Runde fahren, da sie unsere Tour gestern schon genossen hatten. So fuhren wir gemeinsam durch Alcudia, füllten unsere Flaschen an einem Supermarkt und fuhren gemütlich in Zweierreihen die Küstenstraße entlang, bis sich unser Weg hinter dem Platya de Muro trennte. In Petra wollten wir uns im Stadtzentrum wieder sehen, um gemeinsam Mandelkuchen und Orangenhälften zu verspeisen. Daraus wurde aber leider nichts, denn der Cheftrainer wollte nicht mehr hatte andere Pläne und so fuhren wir über Llubi zurück nach Port de Pollença um dort zu unserem Kaffee und Kuchen zu kommen. Dort genossen wir die wärmende Sonne im Jachthafen, bevor es zurück in die HomeBase ging.

Fazit: ein schöner erster Tag auf der Rennradinsel. Die DIstanz ist steigerungsfähig, aber wir haben ja noch viel Zeit für mehr Kilometer und Höhenmeter. Freu mich auf Morgen!

ErgoPlanet-San Francisco

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oder »’ne Stunde Zeitfahren in San Francisco«


Nachdem ich bereits am Dodgers Stadium in Los Angeles vorbeigekurbelt war, hackte auf einmal das Internet und ich musste die geplante Runde durch East Los Angeles abbrechen. Sehr schade. Ein wenig wütend war ich schon, denn die halbe Stunde war nun für die Trainingsaufzeichnung verloren.
Aus Wut wurde Energie und so nahm ich die kurze, rund 30 km lange Strecke San Francisco in Angriff. Eine gefühlte Ewigkeit war ich hier nicht mehr virtuell unterwegs gewesen. Ok, nur 4 Monate ist es her.

Da ich mich ja gestern auf dem Renner in der freien Wildbahn nicht wirklich stark gefühlt habe, wollte ich nun die Wut in Energie verwandeln und sehen was geht. Es ging viel: Am Ende konnte ich meine Bestzeit um 23 Sekunden verbessern. Das war gut fürs Ego und hoffentlich auch den Trainingseffekt. Ich werde sehn…