St. Ulrich -> Bolzano -> Merano

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oder »Höhenmeter sammeln«


Nach dem gestrigen Regentag wollten wir heute unbedingt wieder aufs Rad. Nach Abwägung aller Möglichkeiten entschlossen wir uns für eine Etappe mit nicht all zu vielen Pässen bzw. Anstiegen. Eigentlich nur einem, dafür knackigen.

Die Beine wollten auch mal lange flach rollen nach den vielen Höhenmetern der vergangenen Tage. Aber daraus wurde erstmal nix, dazu später mehr.

Fast pünktlich ging es in die steile Abfahrt, herunter 13 km bergab nach Ponte Gardena. So richtig ließ sich die Abfahrt allerdings nicht genießen, denn es war noch recht frisch und der Gedanke, hier in etwas mehr als 6 Stunden wieder hoch zu müssen, verdarb mir den Spass am vmax.

Unten angekommen ging es über den wunderbar ausgebauten Bahntrassenradweg durch das Eisacktal mit 1-2% Gefälle herunter nach Bolzano. Dort angekommen musste Isabells Bowdenzug von einem lokalen Radhändler repariert werden, weil er sich fast aufgelöst hatte. Ohne wirklich angeschwitzt zu sein, ging es nach italienischen 10 Minuten (einer Stunde) endlich in den ersten und einzigen langen Anstieg des Tages.

Dirk hatte sich bei der Tourenplanung heute zu sehr aufs QuälDich-Portal verlassen und unfahrbare Anstiege geroutet. 30,9% kann man ich mit einem Renner einfach nicht fahren. Zum Glück gab es eine Ausweich-Serpentine und so kamen irgendwann doch alle oben auf dem Plateau an. Es blieb wellig auf über 1.200 Metern. Ich war zermürbt und sehnte mich nach der Abfahrt herunter nach Meran, wo dann Kaffepause geplant gemacht wurde.

Jetzt ging es mit Schiebewind auf dem Radschnellweg topfeben zurück nach Bolzano. 25 km, die richtig ordentlich rollten. Konsequente Führungswechsel ließen virtuelle Tachonadel selten unter 40 km/h sinken.

Zurück in Bolzano musste rausgenommen werden, da der Feierabend-Radverkehr einsetzte. Eine ganz tolle Radweg-Infrastruktur, quer durch die Stadt, ließ uns schnell den Weg zurück ins Eisacktal finden. Wir waren von den vielen Kilometern und auch Höhenmetern alle ganz schön matt und so beschlossen wir kurzerhand am Wegesrand eine letzte Einkehr vor dem 13 km langen Anstieg zurück nach St. Ulrich einzulegen. Es gab Bio-Holunder- und Melissensaft. Herrlich erfrischend!

Kreisverkehr, 400 m langer Tunnel dann nur noch Eins für die nächsten 13 km: bergauf. Ich fühlte mich kraftlos und hatte Bammel, nie oben anzukommen. Schnell hatte ich dann aber zum Glück doch meinen Berg-Rhytmus gefunden und konnte mit 145er Puls recht locker nach oben kurbeln.

In unser Villa Vastlé gab es dann zur Belohnung alkoholfreies Weissbier und ein schöner langer Tag auf dem Rad geht zu Ende.

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