ERT 2019: Sardinien 13. Tag – inklusive Fazit

von Muravera zurück nach Cagliari


Heute dann also die letzte Etappe auf der italienischen Sonneninsel. Es sollte zurück in die südliche Hauptstadt gehen. Die Streckenlänge und die geplanten Höhenmeter waren überschaubar und auch deshalb ging es entspannt auf die Strecke. Bei genauer Betrachtung des Weges wurde auch deutlich, daß ein sehr grosser Teil Küstenstrasse sein würde, was mir besonders gut gefiel.

Es wurde sogar noch schöner als erwartet und für viele fast endlose Kilometer ging es entlang des azurblauen Mittelmeers. Immer hoch und runter mit einigem an Wind und Sonne. An einem Aussichtspunkt gab es dann, mit einigem Wehmut, das letzte Buffet der Reise bevor in der Ferne schon Cagliari zu sehen war. Erst mussten noch die historischen Strandbäder passiert werden, bevor es auf einem verkehrsarmen Radweg, vorbei an Salinen, in die Innenstadt ging.

Dort erreichte ich überpünktlich unser Hostel, was mir erneut die Ehre verschaffte das Gepäck mit ausladen zu dürfen. Einige Mitfahrer drückten sich vor dieser Aufgabe, was ihnen nicht gerade meinen größten Respekt einbrachte. Wenn alle zusammen mitgeholfen hätten, wäre es noch einfacher und schneller gegangen.

Mein persönliches Fazit zur ERT-Sommertour Sardinien:

Die Reise war Klasse von meinem Sportverein wff organisiert. Vom Radtransport über die Unterkunftsauswahl bis hin zur Verpflegung vor Ort hat alles wieder einmal wunderbar funktioniert und harmoniert. Vielen Dank dafür!  Wie immer gab es auch mal Engpässe. Erinnern kann ich mich an mageres Abendessen und Frühstücke, die den Namen nicht verdienen. Immer wurde dann aber improvisiert und das Beste draus gemacht. Dafür mache ich das auch schon zu lange, als daß ich nicht wüsste, daß alles probiert wird um uns Radler zufrieden zu machen.

Die Insel an sich ist schon sehr schön und viele Sektoren und Orte sind ein Traum zum Radfahren. Allerdings bin ich schon auch ein wenig verwöhnt und gestört hat mich der doch recht oft anzutreffende rauhe Asphalt und die schlechten Strassen. Klasse ist natürlich, dass typisch italienisch, in fast jedem kleinen Ort eine Espresso-Bar war, wo man auf die Schnelle einen Cappuccino trinken konnte.

Die einheimischen Autofahrer haben mich dann doch sehr viele Nerven gekostet und erhöhten Puls beschert. Einfach unverständlich warum immer so dicht überholt werden musste. Manchmal war es echt extrem brenzlig. Ohne wirklichen Grund.

Ich freue mich, daß ich diese Reise gesund und mit viel Freude bestreiten konnte. Meine Traum-Insel wird Sardinien allerdings nicht werden, zu der ich wie Mallorca, jedes Jahr zurück kehren muss. In toller Erinnerung bleibt sie alle mal!

Statistik:

  • 1.256,8 km gefahren
  • 17.438 Höhenmeter erklommen
  • 55:20 Stunden im Sattel verbracht

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