Päwesin-Runde #01

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Nichts ist wie es war


Eigentlich fällt mir der Einstieg in meine Artikel immer leicht. Heute nicht. Zu viele Dinge sind mir bei meiner heutigen Ausfahrt durch den Kopf gegangen. Ich weiss nicht wo ich anfangen soll und auch nicht ob diese Gedanken alle hier hin gehören. Sicher nicht. Oder doch?

Recht spät schwang ich mich heute auf meinen geliebten Renner. Ostersamstag. Zweite Ausfahrt in Berlin in 2020. Das ist für Ostern eine sehr niedrige Zwischenbilanz. Egal, denn wichtige Events sind für dieses Jahr eh alle abgesagt. Fitness-Battles in Gruppenausfahrten? Wird es wohl dieses Jahr nicht geben. Jemals wieder? Schon auf den ersten Kilometern fühlte es sich komisch an, wenn man anderen Radfahrern begegnete. Immer wieder dachte ich an das erhöhte Infektionsrisiko. Gerade nach Studium dieses Artikels. Der Sport ist tot. Gruppenausfahrten wird es so schnell nicht mehr geben. Ok, zum Glück bin ich kein Judoka oder Ringer. Wie müssen die sich gerade fühlen?

Die ersten Kilometer raus aus der Stadt fühlten sich gut an. Die Sonne schien und ich war genau richtig gekleidet. Etwas wärmer, denn es waren keine 20°C. Bei den kurz/kurz-Fahrern die mir entgegen kamen wurde mir kalt.

Nach ner guten Stunde merkte ich die wenigen Jahreskilometer. Ich kam zwar vorwärts aber nicht in einem Tempo, welches den Verhältnissen angemessen wäre. Ich war leicht genervt. Es fiel mir schwer die Fahrt zu genießen, trotzdem freute ich mich auf Päwesin, Backwahn. Meine Neugier stieg, je näher ich kam. Wie würde es dort aussehen? Wie lang würde die Schlange sein? Würde es dort überhaupt etwas geben?

Als ich den Backwahn erreichte waren erstaunlicherweise nur drei Leute vor mir. Eine laute bekannte Stimme drang aus dem Inneren des Verkaufsraumes. Meine Ohren täuschten mich nicht, es war der Manne mit seinem Kettenbruder und vier Stück Kuchen to go.

Manne begrüßte mich freudig – mit gebührendem Abstand – und wir verabredeten und außerhalb der 50 Meter-Sicherheitszone gemeinsam unseren Kuchen zu verdrücken. Mit Abstand wurde dann bei einem Nebenhaus der Kuchen in der Sonne verdrückt.

Manne bot mir an, gemeinsam nach Hause zu fahren, was mir aber nicht wirklich geheuer war. Ein paar Kilometer ging es dann doch gemeinsam durchs Havelland, dann ließ ich die beiden aber ziehen. Es fühlte sich einfach falsch an, in einer auch noch so kleinen Gruppe unterwegs zu sein.

Natürlich kamen mir Gruppenfahrer entgegen und ich wurde auch von zwei Silberrücken überholt, was meiner Motivation natürlich nicht sonderlich zuträglich war.

Zuhause angekommen freute ich mich dann doch, den Hunderter erfolgreich geschafft zu haben. Gedanken, wie es mit meinem Sport, nicht nur für mich,  weitergeht blieben natürlich. Antworten gibt es erstmal keine.

Eine Antwort auf „Päwesin-Runde #01“

  1. Hallo Georg!

    Habe mich tatsächlich gefreut, dich in diesen seltsamen Zeiten unerwartet (Aber wenn, wo auch sonst? 😉 ) und vor allem wohlbehalten wiedergetroffen zu haben!
    Du hast nix falsch gemacht – und die „Outdoor“-Fitness stellt sich auch schnell wieder ein.

    Lasst uns gesund und solidarisch bleiben! Irgendwann geht es auch wieder in der „>2“-Gruppe. Wird aber noch dauern…

    BG!

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