DriveNow oder doch, DriveLater?

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Heute mal zu was ganz anderem, einer Geschichte, die das digitale Leben schrieb, aber der Reihe nach:

Gestern, ein wunderschöner Spätsommertag mit viel Sonnenschein, entschied ich mich spontan, doch mal den DriveNow Service zu nutzen, welcher schon seit mehr als sechs Monaten ungenutzt in meiner Brieftasche und auf meinem iPhone schlummerte.

Diverse Freiminuten, erhalten durch Freundes-Werbung und die Aussicht auf ein schickes Mini oder 1er Cabriolet machten die Vorfreude auf das kostenlose Fahrvergnügen perfekt.

Am Wittenbergplatz standen auch zwei Cabrio-Minis, die ich vergeblich versuchte zu reservieren. Jedes mal erhielt ich im letzten Moment eine kryptische Fehlermeldung.

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Ok, ok – irgendwas war da wohl mit meinen Kontodaten nicht in Ordnung. Eine Kreditkarte hatte ich nicht hinterlegt, wieso auch, denn das Lastschriftverfahren funktioniert und ist ebenso bequem.

Was also tun? Flink die WebSite von DriveNow geöffnet und mir den nächsten Service-Punkt in der City gesucht, um mein Anliegen Face-to-Face klären zu können.

Mir wurde die BMW-Filiale in der 1,5 km entfernten Uhlandstrasse angeboten. Ok, die Sonne schien und ich hatte Zeit, ein wenig Fussmarsch für ein herrliches Cabrio sollte doch drin sein, oder?

In der BMW Filiale angekommen sprach ich einen Mitarbeiter an, der hinter DriveNow Flyern an einem Tresen sass. Nein, Support für DriveNow gäbe es hier nicht, dafür ist die SixtSation zuständig.

Erstaunt bat ich um ein Telefon, um selber mit dem Support zu sprechen. 0180er Nummern rufe ich nämlich ungern von meinem iPhone aus an, wegen der Kosten und so.

Ja, ob denn die 10,- €-Stargebühr von meinem Konto abgebucht worden waren, fragte man mich, was ich mit einem klaren Ja erwiderte. Das ganze sei recht komplex, da eine andere Firma den Geldeinzug managen würde und es wohl bei meinem Konto zu Problemen kam.

Erstaunlich, aber nicht unlösbar, denn ich bot an, meine Kreditkarte zu hinterlegen um meine 45 Freiminuten nun endlich im Cabrio bei Sonnenschein verbringen zu dürfen.

Ja das würde nicht gehen, aus Datenschutzgründen und überhaupt, soll ich das doch bitte selber im Web hinterlegen. Erstaunt drückte ich dem BMW Mitarbeiter meine Kreditkarte und meinen Personalausweis in die Hand um die Kreditkarten-Daten  doch telefonisch zu hinterlegen, was ihm dann auch gelang.

Strike! Ich konnte nun endlich ein Cabrio buchen! Das nächste stand in der Budapester Strasse, also genau dort, wo ich gerade herkam. Egal, die Sonne schien und in 15 Minuten, der Zeit, in der ein Fahrzeug reserviert bleibt, sollte ich die 1,5 km wohl schaffen.

Nach 11 Minuten war ich dort, ein Cabriolet auch, aber nicht meins, denn das Kennzeichen war ein Anderes und es ließ sich auch nicht öffnen. Ich fragte die Mitarbeiter des nahen Parkhauses, die die DriveNow Fahrzeuge reinigten, um rat. Sie wussten aber auch nicht weiter, wo mein Cabrio versteckt war. So schickten sie mich in die SixtStation, welche keine 500 Meter entfernt war.

Dort sprach ich dann kurz vor Ablauf der Reservierungszeit vor, und man machte mir uneindeutig klar, dass man für nicht auffindbare Fahrzeuge nicht zuständig sei.

Nun gut, ich konnte die Karre das Cabrio ja noch kostenlos stornieren und mir ein weiteres  suchen. Das nächste stand in der Jebenstrasse, keine 800 Meter entfernt. Die Sonne schien und die Laune war weiterhin gut, also nix wie hin zur Jebenstrasse. Touristisch nicht gerade der Knaller, aber sollte es wieder nicht hin hauen funktionieren, dann könnte ich wenigstens schnell in die S-Bahn.

Nach weniger als zehn Minuten erreichte ich das kleine schwarze Cabrio. Schmuck stand es da, Kennzeichen stimmte, keine Parkrämpler oder andere Schäden. Nun nur noch meinen Führerschein an den Sensor hinter der Winschutzscheibe halten und losfahren! Ein Traum!

Aus dem ich nass geschwitzt erwachte, denn es passierte nichts. Keine grüne LED, kein öffnen der Türen. Immer wieder wischte ich meine Pappe den Führerschein übers Frontglas. Nix, nada, njente.

Aber da stand ja eine kostenfreie 0800-Nummer unter dem Sensor. Gleich mal durchklingeln. Nach gefühlten Jahren in der Warteschleife, mit sehr guter moderner Musik,  erhielt ich endlich eine Audienz beim DriveNow-Support. Ja ich kann ihnen den Wagen schon öffnen und sie können dann losfahren, wenn sie ihn dann aber wieder abstellen wollen, müssten sie noch einmal hier anrufen, was ich dankend ablehnte und mich in die S-Bahn verkrümelte.

Einzelfall oder ständiges CarSharing-Leid? Wie ist es Dir ergangen? Hab ich einfach nur mal Pech gehabt? Geht das bei den anderen Wettbewerbern besser? Freu mich über Kommentare!

3-Seen-Runde

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oder »Frühsport im Grunewald«


Nach einer Woche ohne Sport, war eine Laufrunde mit Papa der richtige Wiedereinstieg, dachte ich.

Um 7 Uhr auf’n Sonntag-Morgen holte ich ihn ab und wir fuhren gemeinsam zum Grunewaldsee.

Schon nach den ersten Metern merkte ich, wie morsch und müde meine Knochen waren. Papa war hingegen ausgeruht und stark. Nach der Wende, am Ende des Schlachtensees hatte ich eigentlich keine Lust mehr, und hätte aufhören können zu laufen. Was war nur los?

Schuld war sicher die Sport-Pause und die relativ unausgewogene Ernährung, der vergangenen Woche. Mein Arbeitszeitenplan der nächsten Woche lässt wieder Morgenläufe zu. Ich freu mich auf Dienstag!

»Rad am Ring« 2013 3.& 4. Wechsel

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oder »Nachtfahrt und Frühsport«


Um 22:40 Uhr seine 100 km Ausfahrt mit über 2.000 Höhenmetern zu beginnen, hat schon was.
Da ist es ganz wichtig, sich motivieren zu können und den richtigen Film im Kopfkino einzulegen, sonst scheitert das Vorhaben schon bei km 12 auf dem Weg, hoch zur Hohen Acht.

Glücklicherweise hat das Daumendrücken geholfen und just in dem Moment, in dem ich meine Runde gestartet habe, trocknete die Strecke ab. Allerdings begann es weiter zuzuziehen und es wurde von Minute zu Minute nebeliger. Die Sicht sank unter 50 Meter. Nicht nur extrem unheimlich eine Rennstrecke unter solchen Bedingungen in der finsteren Nacht entlang zu Brettern, auch sehr gefährlich.

Zum Glück fand ich schnell meinen Rhythmus um die Hügel richtig angehen zu können. Nicht zu flott, aber so, dass ich oben nicht komplett aus den Schuhe kippte.

In der dritten Runde gönnte ich mir oben, auf der Hohen Acht am Verpflegungspunkt eine kurze Pause. Zum Einen um Glypse auf meinem iPhone wieder zu aktivieren, weil ich wusste dass es nach vier Stunden automatisch auslaufen würde und mich dann meine Buddies nicht mehr tracken können würden, und weil ich kurz verschnaufen wollte um eine Pepsi zu trinken. Zwei Becher kippte ich mit großem Genuss herunter und sie, bzw. das Koffein, wirkte Wunder und gab mir wieder gute Beine.

Auf der vierten Runde oben an der Hohen Acht versagte mein Frontscheinwerfer. Zum Glück hatte ich noch meine Fenix als BackUp dabei, sonst hätte ich in der finsteren Nacht 14 km ohne Licht fahren müssen. Eine unmögliche Vorstellung.

Um kurz nach Drei in der Früh erreichte ich unsere Wechselzone die in dichtem Nebel lag. Bernd übernahm und just in dem Moment begann ein Gewitter aufzuziehen, welches ihn die nächsten drei Stunden auf dem Rad in seinen Bann zog. Ich hörte die großen Tropfen in meinem warmen Bett aufs Blech des Wohnmobils hämmern. Mein Mitgefühl hatte er.

Dann war erstmal Zwangspause, denn nun erwachten die Veranstalter und merkten wohl, unter welch unwirklichen Bedingungen hier gefahren wurde: Starkregen und Nebel.

Bernd war sichtlich erleichtert, früher als geplant das trockene Wohnmobil besteigen zu dürfen. Langsam erwachen war für mich angesagt, denn bedingt durch den Rennabbruch sollte erst um 8:00 wieder gestartet werden und es war erst kurz vor sieben.

Aus 8:00 Uhr wurde 8:30 Uhr und ich verspätete mich leicht. Dadurch musste ich mit den MountainBikern auf meinen 2-Runden-Turn gehen. Die Beine waren schwer und das Frühstücks RedBull noch nicht verdaut, aber es half nichts, für meinen TeamChef musste Einsatz gebracht werden. An der Hohen Acht dachte ich, da käme ich heute nie rauf und überlegte mir Ausreden, wie ich schon nach einer Runde schluss machen könnte.

Dann sah ich aber den schlafenden Bernd vor mir, der sicher Not Amused sein würde, aus seinem Schlaf geholte zu werden um dem schwächelnden Schorsch in die Bresche zu springen.

Also weiter in die zweite und letzte Runde. Das es leicht gehen würde, wäre maßlos übertrieben, aber es half schon, dass ich jeden Meter der Rennstrecke abhacken konnte. Hier würde ich mich in diesem Jahr nicht mehr hinauf kämpfen müssen“ lief in meinem Kopf mehrfach ab. Und so schmolz der nasse Asphalt vor mir dahin. Hatte ich schon erwähnt das es ständig regnete?

Bei der Übergabe des Transponders war ich überglücklich, es endlich geschafft zu haben und Bernd auf seine beiden letzten Runden schicken zu können.

Welche Plazierung wir erreicht haben, weiss ich momentan leider nicht, denn das Timing wurde nach dem Rennabbruch neu gestartet. Den Link zu Mika-Timing gibt’s hier trotzdem schon mal.

Ein Fazit zum Rad Am Ring 2013 werde ich in einem späteren BlogPost veröffentlichen. Dafür bin ich jetzt einfach zu groggy und geschafft. Schönen Sonntag!

Rad am Ring 2013 ist für mich Geschichte