Auf Friedensfahrt–Kurs 2016 1. Tag: Horka -> Görlitz

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Mini-Prolog


Mit dem Zug ging es morgens nach Cottbus. Leider begleitete uns die komplette Zugfahrt Regen. Auch in Cottbus schüttete es in Strömen. Die angereisten Protagonisten störte das nur wenig. Der Großteil der Radler/innen entschlossen sich, trotz des starken Regens ihre Taschen zu verladen und sich auf die Strecke zu machen. Respekt! (Kudos!?)

Ich hatte andere Pläne: zum Einen wollte ich nicht mit meinem fast neuen Rad eine dermaßene Regenfahrt zumuten zum Anderen war ich selber nicht willens, mir drei Stunden Wasser ins Gesicht kippen zu lassen. Nicht im Urlaub.

Also änderte ich mit Christoph, Manfred und Gerd den Plan und wir lösten ein weiteres Bahnticket in Richtung Görlitz.

18 km vor der sächsischen Metropole war Schluss: Schienenersatzverkehr. Genau die richtige Distanz für uns, um entspannt bei nun regenfreiem Himmel nach Görlitz einzurollen.

Und es rollte dank Rückenwind und neuer Watt-Kurbel wie am Schnürchen. In der Jugendherberge in DownTown-Görlitz waren wir natürlich die Ersten und so mussten wir uns die Zeit mit Kettengesprächen und Schokolade vertreiben.

Als dann die Rennleitung mit dem Gepäck eintraf waren wir glücklich, unter die Dusche hüpfen zu können.

Nach dem Abendbrot gab es dann noch den notorischen Spaziergang, diesmal auf der polnischen Seite der Neiße, bevor wir noch in der Grambinus Stube einen Absacker genossen. Morgen dann sicher ein wenig mehr Radfahren.

P.S. Wege des Sauwetters heute auch keine Fotos.

Fazit und mein persönlicher kleiner Kuba FAQ:

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Was für eine Insel! Ich bin Fan geworden, bisher war ich zweimal in der Karibik. In Jamaica und in Antigua.

Meine Erwartung an Kuba war eher gering. Die üblichen Vorurteile schwirrten in meinem Kopf: Kommunismus, Plan- und Misswirtschaft. Unglückliche und arme Menschen.

Klar es gibt wirklich nichts im Überfluss außer Rum, aber die Menschen sind deshalb nicht unglücklich. Vielleicht gerade deshalb geht es gesellschaftlich sehr ausgewogen zu. Kein Neid, keine Missgunst. Immer improvisieren, dass Beste draus machen und immer mit einem Lächeln.

Zu keinem Zeitpunkt auch in tiefer Nacht abseits der üblichen Wege hatte ich nie Angst um mein iPhone, meine Brieftasche oder gar mein Leben. Das sieht an anderen Orten in Mittel- und Südamerika anders aus. Diese Sicherheit wird aber auch nicht durch übertriebene Polizeipräsenz erkauft. Auf den Landstrassen gibt es oft Polizei-Kontrollen. Aber als Fussgänger in den Städten und Ortschaften begegneten man der Polizei eher selten. Ob Geheimpolizei aka Stasi unterwegs ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Architektonisch sieht es auf meinen anderen beiden Karibikinsel sicher schöner aus. Auf Kuba gibt es viele verfallene Häuser aus bessern Zeiten, bei denen einfach das Baumaterial und/oder das Geld fehlt um es zu restaurieren. Da wo restauriert wird, ist es sehr schön. Das ist mir in Santiago de Kuba aufgefallen. Es gibt halt auch einige Beton-Klötze mit sowjetisch-architektonischem Einfluss. Unser All-Inklusive-Hotel war solch ein Bau. Ich kann mich auf sowas einstellen und mir rollen sich da dann nicht die Fussnägel hoch, sondern ich schmunzle und hacke es ab.

Im übrigen gibt es nicht sehr viel Holz auf der Insel, welches sich zum Bauen eignen würde. Deshalb sind auch viele Möbel, die normalerweise aus Holz wären auf Kuba aus Stahl oder Beton. Auf jeden Fall interessant.

Möchte ich wieder auf die Insel? Sehr gerne! Es gibt noch viel zu entdecken!

Einige Dinge, die ich als Tips anderen Kuba-Reisenden mit auf Weg geben möchte. Diese finden sich sicher auf in irgendwelchen Reisführern oder Lonely-Planets. Auf Vollständigkeit und/oder Richtigkeit erhebe ich keinen Anspruch:

Georgs-Mini-Kuba-FAQ (2016):

  • Sprich die Menschen an! Auch wenn Du kein Spanisch sprichst. Niemand ist unfreundlich. Alle versuchen Dir gerne Auskunft zu geben.
  • Fahr in den Süden und lass Havanna schnell hinter Dir. Varadero hat zwar einen extrem schönen weissen Sandstrand, sonst aber nicht viel zu bieten.
  • Wechsel in einer Bank ein bisschen von beiden Währungen (KUC und KUP). Damit bist Du gerade bei kleinen Einkäufen (Getränke, Proviant) im Landesinneren viel flexibler.
  • Kaufe Internet-WLAN-Tickets am Besten in grossen Hotels. Die Stunde hat 2 KUC gekostet, wenn Du von Einheimischen die Karte kaufst, kostet sie meist 3 KUC.
  • Einige Male wurde versucht, bei Einkäufen oder Kneipenbesuchen, uns übers Ohr zuhauen. Frage immer vorher, was etwas kostet. Auch in einer Bar, was der Cuba Libre oder das Bier kostet. So gibt es kein böses Erwachen und alle wissen was sie erwartet.
  • Habe keine zu hohe Erwartungshaltung an die Küche. Das Meiste muss improvisiert werden. Meeresfrüchte mit Reis gibt es fast überall.
  • Eine tolle Möglichkeit unterwegs auf Kuba zu übernachten sind die Casa-Particular. Das sind quasi Bed & Breakfast Unterkünfte. Erkennen sind diese an einem Logo, ähnlich eines Ankers. Diese Zimmer sind qualitativ immer ok, es gibt warmes Wasser zum Duschen, eine richtiges WC, eine Klimaanlage und recht ordentliche Betten. Die Zimmer waren auch immer sauber. Wie das Buchen und die Preisverhandlung genau funktioniert, weiss ich leider nicht, da immer für uns gebucht wurde.
  • Telefonieren mit dem eigenen Smartphone ist extrem teuer (5,-€ pro Minute). Es gab auch kein mobiles Datennetz. Roaming trotzdem ausschalten und versuchen wenig zu telefonieren – das schont die Telefonrechnung.

Noch eine Anmerkung zu Schluss: Die meisten Fotos von Kuba, welche ich in meinem Blog veröffentlicht habe sind von Herbert W. Er hat mir diese freundlicherweise zur Nutzung überlassen. Danke dafür, Herb! Das Copyright bleibt selbstverständlich bei ihm.

Kuba 2016 – Tag 14: Santiago de Cuba – Santa Clara

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Ein langer Tag auf der Straße im Yutong Reisebus lag vor uns. Wir kamen spät los und der Busfahrer machte auch schon nach kurzer Fahrt eine ausgiebige Mittagspause. In las Tunas, der Raststätte die wir vor einer Woche bei Nacht angefahren hatten und in der so ausgiebiges Nachtleben herrschte. Lustig das Ding mal bei Tag zu sehen. Nach ner Stunde wollten wir aber weiter um nicht zu spät Santa Clara zu erreichen.

Gegen 21:45 Uhr trafen wir dort ein. Wieder hatten wir Apartments Particular und eine tolle Haushälterin die uns leckeres Essen bereitete.

Unser Zimmer war extrem klein, was aber nicht wirklich wichtig war, denn wir mussten sehr früh raus, um die knapp 200 km nach Havanna zurückzulegen und rechtzeitig am Flughafen zu sein, was ohne Zwischenfälle perfekt gelang.

Da Einige schon gefragt haben: Es wird noch ein Artikel folgen, in dem ich ein Fazit ziehen werde und auch einige Tips & Tricks zu Kuba im allgemeinen von mir beigesteuert werden.