ERT 2018: Taiwan Tour 6. Etappe

Hengchun (South Beach) – Taitung


Nach dem fantastischen Ruhetag mit Strand, Sonne, Quad-Fahrt und Meer war heute wieder Radfahren angesagt. Der südlichste Punkt unserer Rundfahrt war erreicht und nun ging es zurück nach Norden. Dies bedeutete auch, dass wir mit Gegenwind zu kämpfen haben würden. Der machte sich dann auch schon kurz nach Abfahrt bemerkbar. Da ich nach dem Ruhetag logischerweise auch die lange Runde gewählt hatte, gab es auch gleich ein paar Höhenmeter auf die Beine. Die Strecke führte uns von der Westküste an die Ostküste der Insel. Ich fuhr ein großes Stück davon mit Herbert, mit dem ich mich fast blind verstand. Er musste auch auf mich warten, da sein Garmin heute keine Strecke laden wollte. Wir fuhren durch sehr gering besiedeltes Gebiet und der gewünschte 7-Eleven war erstmal nicht am Wegesrand zu finden. Dafür verlassene Militäranlagen und viel Urwald und Dschungel. Wer das Videospiel „FarCry“ kennt, fühlte sich zu diesem Zeitpunkt wie im Game. Jeden Moment erwartete ich Soldaten in Kombat-Uniform aus dem Dschungel auf Straße springen.

Recht gleichmäßig Serpentinen führten, nach dem die Ostküste erreicht war dann zurück ins Landesinnere. Und immer noch kein 7-Eleven!

Als endlich der höchste Punkt erreicht war, stürzte ich mich in die sehr gut asphaltierte zweispurige Abfahrt. Unten dann endlich das beliebte Logo und reges Treiben auf dem Parkplatz der Taiwan-Späti-Kette 7-Eleven.

Cola und Milchbrötchen wurde mit Herbert im Schatten getankt. Ralf gesellte sich auch noch zu uns, bevor es weitere zwölf Kilometer relativ flach aber mit viel Wind im Gesicht zum Buffet ging. Wir wechselten sauber durch und kamen so gut voran und erreichten das Buffet in null Komma nix.

Dort hatte Susi erneut allerlei Leckereien für uns vorbereitet und so machten wir uns gestärkt auf den nächsten Sektor. Nun waren auch noch Manfred aka „Manne“ und Stefano zur Verstärkung dabei.

Dieser Abschnitt war verkehrstechnisch sehr anspruchsvoll, da es auf einer recht alten, schmalen Straße entlang des Pazifiks nach Norden ging. Neben uns befand sich eine endlose Straßen-Baustelle, welche die Fahrbahn in Zukunft erweitern sollte. Nur selten kamen wir in den Genuss über nagelneue Brücken mit Flüster-Asphalt zu gleiten. Statt dessen mussten wir uns die schmale Straße mit schweren LKWs teilen.

Irgendwann war uns nach einer weiteren Pause und wir kehrten ein, wo wohl? Bei 7-Eleven! Diesmal gab es Nudelsuppe mit Cola. Herrlich! Nach lustigen Plaudereien über Gruppen-Fahr-Regeln und Netikette beim Radeln wurden die letzten Kilometer in Angriff genommen und schon war auch unser komfortables Hotel erreicht.

Klasse Tag auf dem Renner auf dem Weg nach Norden!

 

 

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