RuB – Rund um Berlin

Einmal rum zu viert


Die Einen waren heute auf dem langen Weg zum Brocken, die Anderen mit dem Auto an der Ostsee und ich war bis Ende der Woche relativ ideenlos bezüglich der üblichen Rennrad-Wochenend-Touren-Planung.

Da kam es sehr gelegen, daß am Freitag Nachmittag der Alex vorschlug, mal wieder Rund um Berlin zu fahren. Nicht den Mauerweg, wie vor einem Monat, sonder den unbedeutend längeren Weg inner- und außerhalb des Berliner-Rings bzw. der A10. Lange schon nicht mehr dort unterwegs gewesen.

Klasse Plan! Einzig die Abfahrt um 8:30 Uhr war mir ein wenig zu spät, aber am Wochenende bin ich ja flexibel und so stand ich pünktlich am bekannten Treffpunkt, der AgipTanke in der Dietzgenstrasse. Tourenbeschreibung konnte sich der Touren-Leiter heute sparen, denn bei der Gruppengröße von vier Mann fährt man(n) Einer-Reihe und Pausen waren auf dem Track markiert. Also los!

Eigentlich sollten sich die ersten Kilometer gut anfühlen, denn der Wind stand günstig. Ich machte mir ein wenig Sorgen, weil mein linkes Knie ungewohnt zwackte – das ist neu – ging aber schnell vorbei. Bezüglich Power-Auf-den-Pedalen wusste ich auch nicht so recht, was geht.  Es ging.

So fraßen wir die Kilometer und besonders im süd-östlichen Teil wollten uns dann auch die Autofahrer fressen. Oder Konditionieren und auf nicht vorhandene Radwege schicken. Extrem dichtes Überholen und Scheibenwaschanlage waren schon fast normal. Was ist nur mit den Menschen los?

In Königswusterhausen gab es dann nach rund 90 km die lang ersehnte Pause bei einem Edeka mit einer malerischen Bank zum futtern in der Innenstadt.

Gestärkt ging es dann auf den Süd-Sektor, der Westwind und somit Gegen-Wind brachte ein wenig Unruhe in die Runde. Aber durch klasse Wechsel wurden die bekannten Ortschaften in windes-Eile hinter uns gelassen.

Kurz bevor wir unseren süd-westlichsten Strecken-Ort Ferch am Schwielowsee erreichten, trafen wir noch den Ralph aka »IbeB«, der leider im Strassengraben weggerutscht war und ein blutiges Knie davon getragen hatte. Wir halfen und klönten, bevor es in unterschiedlichen Richtungen weiter ging.

In Potsdam gab es dann die zweite und letzte Pause. Leckere Melonen-Scheiben und Apfelkuchen wurden von mir konsumiert. Auch ein gekühltes Dr. Pepper hielt der Nahkauf bereit. Hervorragend und very convenient!

Weiter nach Norden, vorbei an Falkensee. Es fühlte sich komisch an, um diese Uhrzeit nach Hennigsdorf zu fahren, meine bekannte Trainingsstrecke, die ich meist am Morgen passiere.

Irgendwann war dann wieder Pankow erreicht und 240 km auf dem Tacho und es hat kaum weh getan!

Klasse Samstags-Tour mit hervorragender Gruppe! Und was freue ich mich, jetzt auf der Couch zu sitzen liegen und nicht in einem überfüllten Zug, in einer Jugendherberge  oder auf dem Renner zu sitzen, weil 400 oder 500 km auf dem Tacho stehen müssen…

Morgen dann endlich mal wieder Päwesin! Freu mich!

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