Tirschenreuther-Ring-Runde v2

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oder »Janz schön frisch da draußen!«


Als ich mich vor gut 8 Wochen mit den Jungs da unten zum Radeln getroffen habe, waren die klimatischen Bedingungen noch ein wenig anders: fast 20°C mehr an Ø-Temperatur waren auf dem Thermometer. Egal, Oleg, Herbert, Stefan H., Dirk S. und ich ließen uns vom Rauhreif auf den Feldern und den zugefrorenen Bächen nicht von unserem liebsten Hobby abhalten.

So ging es nach meiner rund 45 minütigen Anfahrt durch recht verkehrsarme Straßen nach Süden raus, in Richtung Großbeeren. Ich war erstaunt wie intensiv doch alle in die Pedalen traten und wie der Führenden immer eine Geschwindigkeit um die 35 km/h fuhr. Hatte man sich erst einmal an die Kälte im Gesicht gewöhnt, ging es auch mit dem schnellen Treten und der Belastung ganz gut.

Spass stellte sich ein als es vorbei am Bäcker-Röhrig, der heute geschlossen hatte, nach Stücken und Fresdorf ging. Da ich noch eine Nachmittagsverabredung habe und auch die Füße langsam sehr kalt wurden, war ich froh das die Runde nach wenig mehr als 100 km zu Ende ging.

Schön wars, im RealLife™ mit RealBike

5 Antworten auf „Tirschenreuther-Ring-Runde v2“

  1. Hi Georg,
    kalten Füßen hast Du jetzt schon mehrfach erwähnt – meine Empfehlung: Merinowollsocken (z.B. von Smartwool). Da die sogar noch im nassen Zustand wärmen, helfen sie auch z.B. in der Übergangszeit bei Regenfahrten. Aber Achtung: weil solche Socken naturgemäß dicker auftragen, wird es in den gewohnten Schuhen unter Umständen etwas eng …
    Ansonsten empfehlen sich ab Temperaturen unter etwa 5°C ordentliche Winterschuhe, wie etwa die Northwave Celsius. Hier hätte ich ggf. ein (gebraucht aber gut erhaltenes) Paar abzugeben, weil mir meine mit Wollsocken doch etwas zu eng werden (Größe 45). Das gute an den Northwave ist, dass sie auch wasserdicht sind.
    Mit ordentlichen, passenden Winterschuhen und warmen Wollsocken sollte man eigentlich auch mehrere Stunden bis etwa -5°C auf dem Rad ohne allzu kalte Füße überstehen.
    Ansonsten unterwegs öfter mal an die Füße „denken“ und diese aktiv bewegen, damit sie besser durchblutet werden.

    Keep on riding
    Peter

  2. Hallo Peter, vielen Dank für Deine Tips! Guess what: Ich fahre die Northwave Fahrenheit Schuhe und dann sind meine Füße in 25,-€-teure Falke-Merino-Woll-Socken gehüllt – trotzdem bekomme ich kalte Füße.
    Vielleicht hat das auch was mit meiner schlechten Durchblutung zu tun. Das ich Niedrigpulser bin ist ja hinlänglich bekannt.
    Oleg hat sogar noch Überschuhe über die Northwave-Winterschuhe. Muss ihn mal fragen ob das hilft.
    Das Du das stundenlang bei -5°C ohne kalte Füße zu bekommen auf dem Rad aushalten lässt finde ich sehr beneidenswert.

  3. Heya

    Ja, die Neos über den wirklich guten Northwave helfen mir, alles hilft. 😉

    Das mit deiner schlechten Durchblutung würde ich „so“ nicht unterschreiben, mir fällt nur immer wieder deine kraftlastige Fahrweise mit sehr niedriger TF auf. Sogar gestern, als das Tempo oft hoch war, hast du wie am Berg gedrückt. Das bringt viel Druck auf die Füße und ist somit nicht gut für die Zirkulation.

    Ist dem Körper „irgendwo“ kalt, zieht er grundsätzlich Blut aus den Extremitäten (Hände, Füße) ab und will so das Gehirn und die lebenswichtigen Organe absichern. Kaffee/Koffein beispielsweise stellt die Blutgefäße enger und kann so den Blutfluss behindern, wer zu wenig trinkt, hat dickeres Blut und somit eine schlechtere Zirkulation.

    Wir fahren im Winter auch bei ordentlichen Minusgraden, dann aber Grundlage mit dem MTB im windgeschützten Wald und bei dem Rollwiderstand braucht man auch kein hohes Tempo für trainingswirksamen Puls.
    Wer schwitzt, friert danach, weil Wasser (Schweiß) besser leitet als Luft. Bei der Kleidung hat sich das Zwiebelprinzip mit Schichten bewährt, so kann man zum Lüften auch kurz mal außen die Jacke aufmachen.

    So eine Tour mit der Gruppe dauert bei uns auch bei -10°C mal 3-4 Stunden und so sind es mit An- und Abfahrt auch mal 4-5 Stunden in der Kälte, da macht allein die Not schon erfinderisch.

    Versuch mal wasserfreie Coldcream, z.B. Weleda aus der Apotheke für Gesicht, Hals, Hände, Füße (Brennt nicht, isoliert nur!) Früher wurde nach Ringelblume stinkendes Melkfett benutzt. Im Helm verklebe ich im Winter innen alle Luftlöcher die auf die Stirn zuführen.

    Vorn im Schuh müssen die Cleats (Kältebrücke) gut isoliert werden (Alufolie). Einlagen mit Lammfell und Aluseite gibt es in jedem Schuhladen. Würde die eher zu groß kaufen und mit der Schere rangehen, als 1mmm Sohle zu wenig im Schuh zu haben. Der Schuh sollte groß genug sein, versuch mal dünne Baumwollsocken unter den dicken Merinos, jede Schicht Luft isoliert. Einige wickeln eine Lage Frischhaltefolie, andere schwören auf SealSkinz Socken.

    Die Königsklasse der Überschuhe sind wahrscheinlich die 5mm Neopren „Zwölfender“.

    Wer Schuh-Heizungen auf Akkubasis benutzt, kommt irgendwann von den bei Tchibo für 30,- Euro erworbenen Modellen ab und landet z.B. bei „Therm-ic“. Hier reicht wohl „Basix“, wer extrem lange fährt benutzt Max/PowerMax. Bis -15°C und ca. 3h reichen mir chemisch (Eisenpulver/Aktivkohle) betriebene (auf die Socken aufklebbare) Zehenwärmer wie z.B. von „thermopad“ – 40er Pack bei Ebay für ca. 40 Euro. Sonst mache ich es wie Peter und bewege meine Zehen immer wieder mal.

    Wer zwischendurch kein Eiswasser trinken möchte und keine Lust hat seine Trinkflasche am Körper zu tragen, sollte mal etwas wie „Nano Gel Elite“ Flaschen probieren. Die sind sind mit 4h angegeben und halten bei mir Getränke für 1-2h warm, etwas Salz senkt den Gefrierpunkt… Sieger werden im Winter gemacht, wir sehen uns. 😉

    Gruß
    O.

  4. Olegs Ausführungen kann ich nicht viel hinzufügen – außer noch mal zu betonen, dass der Winterschuh groß genug sein muss, um nicht die Durchblutung einzuschnüren. Und auch um den Wollsocken genug Raum zu geben ihr isolierendes Luftpolster aufzubauen. Also tendenziell einer Nummer größer als sonst. Dann sind zumindest zwei bis drei Stunden ohne Kälteschmerzen machbar. Wobei ein warm genug eingepackter Restkörper dabei natürlich unterstützende Hilfestellung geben muss. Für mich werden da eher die Hände ein Problem …

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