Thyrow-Runde

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oder »Kühle Runde bei 5°C«


Viele Rennradrunden werden zu dieser Jahreszeit nicht mehr im Internet angeboten. Da ist die Auswahl klein; aber glücklicherweise hatte Andreas genau das Richtige in der [Rennradgruppe] eingestellt:

lockere Runde in den Südwesten, Strecke ca. 82 km. Durchschnitt max. 28/km/h.

So fanden sich 2 Rennradfahrerinnen und 6 Rennradfahrer um 11 Uhr am S-Bahnhof Grunewald ein.

Da die Krone leider ab Auerbachtunnel immer noch gesperrt war, mussten wir einen kleinen Umweg entlang des Schlachtensee fahren. Sehr schön, da mir diese Strecke bisher unbekannt war.

Das Feld harmonierte trotz der mir unbekannten Fahrer sehr gut und die Wechsel liefen recht flüssig. Die Fahrgeschwindigkeit fiel dann doch, wie zu erwarten war, ein wenig höher aus, was alle Mitfahrerinnen aber locker mitgehenfahren konnten.

Hinter Kerzendorf war dann auf einmal die Straße zu Ende und wir mussten unsere Räder über kreuzende Bahngleise heben. Spooky. Der kurze Stop wurde auch für ein Gruppenfoto genutzt.

Kurz darauf, in Thyrow hatten wir den südlichsten Punkt unserer heutigen Runde erreicht und nun ging es mit leichtem Schiebewind zurück in die Hauptstadt.

An der Argentinischen Allee trennten sich unsere Wege und Sam, Oleg und ich wollten noch die Havelchaussee und den Postfenn fahren.

Nach 3,5 Stunden netto Fahrzeit war ich wieder zu Hause. Keine Einkehr oder richtige Pause heute. Bei den Temperaturen muss das auch nicht sein. Schöne Ausfahrt. Hoffentlich bleiben die Temperaturen noch eine Weile in diesem Bereich, dann stehen weiteren Rennrad-Ausfahrten in 2011 nichts im Wege.

Tirschenreuther-Ring-Runde v2

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Janz schön frisch da draußen!«


Als ich mich vor gut 8 Wochen mit den Jungs da unten zum Radeln getroffen habe, waren die klimatischen Bedingungen noch ein wenig anders: fast 20°C mehr an Ø-Temperatur waren auf dem Thermometer. Egal, Oleg, Herbert, Stefan H., Dirk S. und ich ließen uns vom Rauhreif auf den Feldern und den zugefrorenen Bächen nicht von unserem liebsten Hobby abhalten.

So ging es nach meiner rund 45 minütigen Anfahrt durch recht verkehrsarme Straßen nach Süden raus, in Richtung Großbeeren. Ich war erstaunt wie intensiv doch alle in die Pedalen traten und wie der Führenden immer eine Geschwindigkeit um die 35 km/h fuhr. Hatte man sich erst einmal an die Kälte im Gesicht gewöhnt, ging es auch mit dem schnellen Treten und der Belastung ganz gut.

Spass stellte sich ein als es vorbei am Bäcker-Röhrig, der heute geschlossen hatte, nach Stücken und Fresdorf ging. Da ich noch eine Nachmittagsverabredung habe und auch die Füße langsam sehr kalt wurden, war ich froh das die Runde nach wenig mehr als 100 km zu Ende ging.

Schön wars, im RealLife™ mit RealBike

Bäckertour nach Blankensee

Lesezeit: 3 Minuten

oder »Spende Blut – Radle gut?!?!«


Heute war es wieder soweit, in Erwartung strahlenden Sonnenscheins und Buchteln haben wir uns zu dritt am Kaiserdamm getroffen, um der Bäckerei Röhrig in Blankensee einen Besuch abzustatten. Andreas kam hierfür sogar extra aus dem weit entfernten Friedrichshain angereist.

Wir haben uns für die Anfahrt über die Havelchaussee entschieden, da keiner von uns dreien wusste, inwieweit der Kronprinzessinnenweg passierbar sein würde. Für mich heute keine gute Wahl, war ich doch in der letzten Woche bei der Blutspende und hiervon noch nicht wieder ausreichend regeneriert. Mit nur etwa 90 Prozent meiner üblicherweise zur Verfügung stehenden roten Blutkörperchen fühlte sich jedes noch so kleine Hügelchen an wie ein Berg, ein Ansprinten nach Abreißen von der Gruppe war kaum noch möglich. Somit war die Havelchausseepassage für mich heute vergleichbar mit einer knackigen Mittelgebirgsetappe, die mich gleich zu Beginn unserer Tour ganz schön Kraft gekostet hat.

Da Regeneration nach Aderlass ebenfalls länger dauert, bin ich die ersten Kilometer nach diesen Strapazen immer wieder im Gruppetto rumgegurkt. Ich hatte ja erwartet, zusammen mit Georg aufgrund dessen lädierter Schulter zu zweit die Nachhut zu bilden, aber nichts da. Als wäre nie etwas gewesen fährt er stark wie immer abwechselnd mit Andreas im Wind.

Irgendwann lief es auch bei mir wieder rund und die Strecke wurde zunehmend flacher, so dass wir zu dritt im zusammenhängenden Hauptfeld gar nicht mal so langsam durch den Nebel glitten. Wider meiner Erwartung hielt der sich jedoch penetrant und ließ die Sonne bei einer Durchschnittstemperatur von knapp fünf Grad kaum durchscheinen.

Zum Glück war heute nicht Sonntag und die gute und warme Stube der Bäckerei Röhrig hat uns und noch einige andere unerschrockenen Radfahrer zu einer ausgedehnten Pause aufgenommen. Buchteln für die Jungs und Milchreis für mich! Fantastisch!

Auf der Rückfahrt ist es dann so richtig schön gefluppt, Andreas und Georg haben mich brav nach jeder Bodenwelle/Autobahnauffahrt wieder eingesammelt und so fuhren wir gemeinsam in Berlin ein. Ich hätte mich nach den Erfahrungen des heutigen Tages ja auf das Risiko der Kronenbefahrung eingelassen, ein entgegenkommender Radfahrer hat uns jedoch vor längeren Sandpassagen auf der Strecke gewarnt. Also wieder zurück durch das Mittelgebirge…

Fazit: Trotz Nebel und partieller Erschöpfungszustände am »Berg« war das heute wieder eine super Ausfahrt mit tollen und rücksichtsvollen Mitfahrern! Und ich werde auch weiterhin zur Blutspende gehen! Allerdings nur noch zu Beginn von länger andauernden Schlechtwetterperioden außerhalb der Saison. Aber ganz ehrlich, wer konnte denn mit solch einem kaiserlichen Herbst rechnen?!