Durchs Löwenberger Land

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Sonntags-Tour in grosser Gruppe«


Heute war Startzeit erst um High-Noon für eine Runde ins Löwenberger Land. Eigentlich zu spät für eine 100-Kilometer-Plus-Runde, aber auf die gute Gesellschaft wollte ich heute nicht verzichten und so machte ich mich erst am späten Vormittag zum Rathaus Falkensee auf.

Dort warteten bereits eine Menge Kettenbrüder und Schwestern, die ich freudig begrüßte. Es wurde erstmal geklönt und fotografiert, bevor es nach Norden Richtung Schönwalde ging. Dort bogen wir in den Radweg ein, der leider von der letzten Nacht noch sehr feucht war und uns und unsere Räder komplett einsaute. Hinter Schwante hatten wir dann unsere erste und einzige Panne. Ingo hatte einen Platten und Karsten verabschiedete sich leider bereits gen Heimat.

Weiter ging es über Nebenstraßen ins Löwenberger Land. Eine sehr schöne Landschaft begrüßte uns. Auch die Ortschaften wirkten weniger trist als in anderen Teilen Brandenburgs. Nun machte einigen Mitfahrern leider der Gegenwind zu schaffen und wir mussten oft an Tempo rausnehmen, um niemanden zu verlieren. Das fiel mir schwer, da der Wind nicht wirklich stark und der Tacho am Ende der Saison auch bei starkem Gegenwind bei Alleine-Fahrten selten unter 30 km/h fällt. Es waren ja nur wenige Kilometer bis zum Kreisverkehr in Herzberg, wo wir dann nicht mehr gegen den Wind fahren müssten – dachte ich – aber als es von dort die 20 km gen Süden zu unserer Einkehr ging wurde das Tempo noch langsamer und Mitfahrer verloren den Anschluss. Sebastian, Heidjer, Urbi, Cherry und ich machten uns nun alleine auf den Weg zur Einkehr ins Scheunenviertel von Kremmen.

Dort gabe es leckeren, noch warmen Käsekuchen mit Blaubeeren und Alkoholfreies Hefeweizen. Genau das Richtige für hungrige Radler. Der Kuchen schmeckte mir so gut, das ich mir ein zweites Stück genehmigte. Das erste Stück war noch nicht verputzt, da traf die zweite Gruppe ein und wir konnten gemeinsam pausieren.

Nach ausgiebigen Gesprächen ging es auf den letzten Sektor, zurück nach Falkensee. Einige unglückliche Radwegpassagen später entschieden Sebastian, Heidjer, Frank und ich: Nie wieder Radweg und machten ordentlich Druck auf der Straße. So ging es mit Tempo 40+ Richtung Nauen. Immer wieder in der Führung wechseln. So ließ sich das Tempo hoch halten. Das ist Radsport, wie ich ihn mag. RIchtig an die Grenzen gehen. Fein.

Das Ortschild Falkensee ließen wir heute Sebastian – kampflos. Am Rathaus warteten wir dann auf das große Feld und verabschiedeten uns von allen.

Fazit: Trotz der unterschiedlichen Gruppenstärke eine schöne Runde. Die Radwege können wir bei solch einer großen Gruppe wirklich links liegen lassen und die Straße nutzen. Ich hatte meinen Spass und auch die etwas Langsameren waren den Schnellen nicht böse, das sie ausgebüxt sind. Sehr schön. Gerne wieder!

Kleine Bäcker-Runde nach Fehrbellin

Lesezeit: < 1 Minute

oder »Auf neuen Wegen«


Heute stand die Bäckerrunde mit anschließendem Grillen bei Herbert auf dem Programm. Solche leckeren kulinarischen Touren liegen mir, obwohl sich ja Kuchen nach dem Würstchen besser macht als davor. Egal, erstmal musste die Konditorei Schmiedel in Fehrbellin erreicht werden. Susanne, Herbert und Christoph kamen pünktlich um halb 11 zum Rathaus. Wir machten uns auf den Weg nach Westen, wo wir noch Erik und Tom auf dem Weg kurz vor Nauen auflasen.

Gemeinsam ging es Richtung Paulinenaue und dann weiter die mittellange Runde zur Konditorei in Fehrbellin. Der Kuchen mundete wie immer hervorragend und Mike kam auch noch hinzu. Wenig später machten wir uns auf den Rückweg nach Falkensee, wo Herberts Frau schon den Grill angeworfen hatte.

Falkensee wurde nicht ohne den notorischen Ortsschild-Sprint erreicht, den ich heute wieder für mich entscheiden konnte. Eine neue Taktik wurde angewandt, über die ich hier aber keine Worte verlieren möchte, um mögliche Nachahmer abzuhalten. Ich bitte um Verständnis.

Auf Herberts Terrasse wurde uns lecker Fleisch, Würstchen, Nudelsalat, Salat und Erdinger-Alkoholfrei gereicht. Es war warm, alle Kettenbrüder beieinander und ich wollte gar nicht mehr aufbrechen. Aber heute steht noch eine weitere Veranstaltung auf dem Programm und man soll ja immer gehen wenn’s am schönsten ist. So machte ich mich auf die 17 km lange Heimfahrt von Falkensee nach Siemensstadt. Wirklich viel Druck konnte ich nicht mehr machen. Dafür war ich einfach zu voll – aber schön wars!

Kurze Nordrunde über Kremmen re-reloaded

Lesezeit: 2 Minuten

oder »Heute mal geblitzt worden – auf dem Rad!«


Das Regenradar war mir freundlich gesonnen und so gab es keine Ausreden, heute keine Runde auf dem Renner zu drehen. Der Ruhetag gestern hatte mir gut getan und die Beine waren von den vielen Kilometern am Wochenende erholt. Milde 17,8°C Ø-Temperatur waren noch akzeptabel um »Kurz-Kurz« zu fahren. Herrlich!

Süd-Ost Wind half mir nach Germendorf hoch. Allerdings nervte der Feierabendverkehr durch den Spandauer-Forst doch ein wenig. Es war deutlich zu spüren das die Sommerferien nun vorbei sind. Spass machte es irgendwie trotzdem mit fast 50 km/h vor einem LKW her getrieben zu werden und in den nahende Ampel-Stau zu sprinten.

Durch Velten bog ich eine Querstraße zu früh ab und musste über noch nicht ausgehärteten Asphalt fahren. Zum Glück ohne Folgen für Mensch und Material, nur die Mäntel waren auf den Laufflächen nach dem Sektor ein wenig schwärzer.

Hinter Kremmen runter nach Börnicke begann dann aber ein harter Kampf gegen den Wind. Ich musste ganz schön ackern, immer über 30 km/h zu fahren. Den Tacho immer im Blick, passierte es auf der Dorfstraße in Börnicke erneut, das ich von der fest installierten Geschwindigkeitsmessanlage erfasst wurde und mit einem roten hellen Blitz erschrocken und fotografiert wurde. Ich fuhr exakt 33,9 km/h wie der Screenshot links beweist. Mir ist das ja an gleicher Stelle schon einmal passiert. Keine Ahnung wo der Fehler liegt!? Die Tolleranz von 3,9 km/h scheint mir doch ein wenig, sagen wir mal, sensibel eingestellt zu sein. Beim nächsten mal Filme ich die Aktion – Versprochen!

Der Rest der Strecke wurde routiniert abgespult. Der Wind half mir nun wieder ein wenig zurück nach Hause. Auf dem Mauerradweg am Eiskeller drehte ich ordentlich auf. Nun kennen ich dort ja jede Kurve auf der Waldautobahn und muss fast nicht mehr bremsen. Nur Läufer und langsame Radfahrer bremsten mich dann doch. Die vier Hügel wurden auch flott gebügelt und dann ging es nur noch über die Falkenseer Chausee nach Hause.

Einen neue Bestzeit konnte ich heute nicht rausfahren, dafür bremsten mich auch zu viele rote Ampeln und andere Hindernisse, aber im Trainingstagebuch habe ich momentan die meisten Kilometer im September. Sicher nur für kurze Zeit aber trotzdem: Very nice.