ERT 2018: Breisgau 3. Tag

Lesezeit: 2 Minuten

In die Vogesen


Pünktlich um 8:30 Uhr machten wir uns heute mal in Richtung Westen auf den Weg. Das Ziel waren die Vogesen und dort die mitten im Berg gelegene Haut Koenigsburg, mitten im schönen Elsaß.

Nicht für alle, denn einige, sonst sehr eingefleischte Rennradfahrer, wollten heute lieber an den Badesee. Auch gut und so machten sich Herbert, Frank, Wolfgang, Alex und ich uns auf zum Rhein, um die grüne Grenze nach Frankreich zu passieren. Herrlicher Sonnenschein begleitete uns erneut auf unserem Weg und es dauerte nicht lange, da war auch schon die Erste Boulangerie-Patisserie ausgemacht.

Eclair wurde bestellt und viel zu früh schon gevespert. Egal, die Kalorien würden spätestens am Anstieg hoch zur Haut Koenigsburg verbrannt werden. So kam es dann auch und ich war froh, dass es oben im dichten Auto-Parkplatzgedränge einen Spot des Versorgungsteams gab, welches wieder ein umfangreiches und schmackhaftes Buffet vorbereitet hatte. Hervorragend!

Weniger hervorragend waren die Automassen, welche dort oben alle nach einer Parkmöglichkeit suchten. Aber auch dadurch ließen wir uns nicht aus der Ruhe bringen und genossen, nach dem die Blechlawine hinter uns gelassen war, die steile Abfahrt.

Jetzt hatten wir unsere Garmins und Wahoos umprogrammiert, auf die lange Strecke, um noch in den »Genuss« eines weiteren Anstiegs zu kommen. Formidable!

Dieser begann auch unmittelbar nach dem wohlklingenden Ort »Bergheim«. Danach wurde eine historisch sehr schöne Ortschaften durchfahren, die eine perfekte Filmkulisse abgegeben hätte, aber wir mussten ja noch den Berg hoch. Oben dann noch schnell ein Col de Freland-Pass-Foto geschossen, bevor wir uns in die Abfahrt stürzten.

Unten im Rheintal wollten wir die verbleibenden 44 km nicht ohne erneute Verpflegung angehen, zudem bei einigen Mitfahrern akuter Flüssigkeits-Notstand herrschte. Also zum Inter-Marché und eingekauft.

So ließen sich die restlichen Kilometer trotz teils extremen Gegenwindes gut fahren, und wir erreichten recht fröhlich die Home-Base.

Morgen dann wieder in die Vogesen.

ERT 2018: Breisgau 2. Tag

Lesezeit: 2 Minuten

Schauinsland und Belchen


Was stand heute auf dem Programm? Natürlich Radfahren! Nach dem persönlich, mit im REWE gekauften Blaubeeren und Kiwi, verfeinerten Müsli am Frühstückstisch, war die mittlere Strecke von allen für gut befunden worden.

Zwar entging uns so der Feldberg – immerhin höchster Berg im Schwarzwald – aber es gab weit attraktivere Anstiege, um auf entsprechende Höhenmeter zu kommen. Aber dazu später mehr…

Erstmal musste der Kaiserstuhl durchfahren werden, bevor es in den langen zähen Anstieg durchs Münstertal ging. Früh war es vorbei mit »Gruppenharmonie« und ich fuhr mal wieder alleine. Nicht weiter schlimm, denn der steile Anstieg über Stohren hoch zum Schauinsland kann man auch gut & gerne solo fahren.

Oben angekommen, nach der ungleichmäßigen Kneterei war die Freude wieder überschwänglich und riesig, diesen Anstieg bezwungen zu haben. Die Sonne brannte mir auf die Haut und der Fahrtwind kühlte leicht, denn nun ging es auch schon steil bergab nach Todtnau.

Wenig später in Utzenfeld gab’s dann leckeres Buffet im Schatten. Nach viel zu langer Pause schlug Herbert vor, doch noch den Belchen mitzunehmen. Zweithöchster Berg im Schwarzwald, relativ gleichmäßige Steigung: gebongt.

In der prallen Mittagshitze war das Vorhaben aber dann doch kräftezehrender als gedacht und auf den letzten Kilometern hoch zur Liftstation hatte ich trotz Powerbar-Gels das Gefühl das mich die Kräfte verlassen würden und mein Kreislauf kollabieren würde – was er zum Glück dann aber nicht tat.

Ziemlich erschöpft kam ich oben an und freute mich über das kalte Wasser aus dem Hahn der dort ansässigen Gastronomie-Toilette.

Jetzt ging es eigentlich nur noch runter, zurück ins Münstertal, wäre da nicht der kurze, knackige Anstieg hoch zum Wiedener-Eck, der uns von der langen Abfahrt zum Kuchen-Bäcker trennte.

Als dieser verdrückt war waren noch knapp 20 km zurück zur Base zu absolvieren und ein herrlich schweißtreibender Tag auf dem Rad geht zu Ende.

Morgen dann über den Rhein, nach Frankreich. Ich bin gespannt!

ERT 2018: Breisgau 1. Tag

Lesezeit: 2 Minuten

Kandel und Schauinsland


Nachdem gestrigen Anreisetag in unsere, doch recht verlebte und einfache, Pension »Keller« stand heute zum Glück wieder Radfahren auf dem Programm.

Zuerst einmal musste ich mich aber aus meinem 4 m² großen Einzelzimmer unter dem Dach schälen. Als Monteurs-Zimmer sicher gut geeignet; um dort eine Woche Urlaub zu machen eher nicht. Ich hatte tatsächlich den Jack-Pot: von alle 50 Teilnehmern hatte ich das kleinste, heißeste, da direkt unter dem nicht isolierten Dach, und unbequemste Zimmer.

Also aufs Rad, nach dem übersichtlichen Frühstück. Zum Glück ließ sich der Tourenleiter überzeugen, bereits um 9 statt 10 Uhr zu starten. Ansonsten entspricht eine solche Unterbringung tatsächlich nicht mehr meinen Vorstellungen von Urlaub. Großer Mist.

Auf dem Rad sah dann die Welt zum Glück ein wenig besser aus: blühende Landschaften und perfekter Asphalt und Terrain für uns Rennrad-Enthusiasten.

Zuerst ging es den Kandel hinauf. Jan-Ulrichs Hausberg. Ein doch recht unangenehmer Berg, da einige recht steile Passagen den Auftrieb maßgeblich erschwerten.

Oben gab’s dann strahlend blauen Himmel und Weitblick, was mir bei meinem letzten Besuch dort oben verwehrt blieb. Auch konnte ich eine neue Bestzeit für den Aufstieg dort hoch für mich in mein Trainingstagebuch eintragen. Am 06.06.2009, vor 9 Jahren (!)  habe ich etwa 3 Minuten länger gebraucht. Strike!

Abfahrt, Vorfreude aufs Buffet. Dieses erwartete uns dann in Kirchzarten direkt am Bahnhof. Leckere Wassermelone und Nutella-Stullen wurden gereicht. Bei der Hitze (36°C) wurde auch viel getrunken bevor es am Supermarkt noch einen Milchreis für die nächste Herausforderung gab: Schauinsland.

Erstmal wurde Freiburg auf tollen Schleich-Rad-Wegen durchquert, bevor es nach viel, recht harmloser, Steigung in den Berg ging.

Ich schaltete auf »Race-Modus« wollte ich doch sehen, ob meine Zeit aus 2009 noch zu verbessern war.

Trotz hohem Puls und hoher Anstrengung blieb ich 8½ Minuten langsamer. Oh well, ich werde wohl auch nicht jünger…

Schauinsland-König Zeiten
Schauinsland-König Zeiten

Nachdem alle oben angekommen waren ging es die steile Abfahrt herunter ins Münstertal, wo uns Herbert noch einen tollen Bäcker mit Schwarzwälder-Kirsch-Torte zeigte präsentierte.

Die restliche 22 km zurück zum Gasthaus »Keller« waren ein Klacks und bevor wir uns versahen hatten wir diesen wundervollen Ort Merdingen wieder erreicht.

Auf die Speisekarte »Pfifferlinge mit Fleisch« hatten wir heute keine Lust und so wurde die Salatbar des lokalen REWE geplündert.

Morgen dann auf gleichem Weg zurück ins Münstertal. Mal sehen, wie daß so geht!?