Schwielowsee-Runde

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Entschlossen unentschlossen


Der Plan war um 10 Uhr an den Tiri zu fahren. Leider kreuzten Regenwolken den Plan und so bat Oleg eine Stunde später zum Auerbach-Tunnel. Erstmal kam keiner. So fasste ich den Plan, die meine Schwielowsee-Runde zu fahren. Zu lange war ich dort nicht mehr unterwegs gewesen. Zu gerne erinnere ich mich, daß ich dort fast wöchentlich unterwegs war. Schöner See – schöne Runde.

Als ich eigentlich schon losfahren wollte erschienen dann, um irgendwas nach 11 der Oleg und später noch der Bernd mit ein paar Kameraden. Nach länglicher Verhandlung war der Plan, nicht die Krone zu fahren, weil noch nass und statt dessen über Postfenn die Havelchaussee hoch. Dann nochmal gucken. Ok, von mir aus!

Nach gemeinsamem Hügeln dann erneuter Stopp an der Tanke in Wannsee. Bernd wollte mit seinen Mannen nach Großbeeren, Oleg die Jule am Tunnel abholen. Also ging es für mich alleine über den Schäferberg nach Potsdam.

Dort blieb das übliche Durcheinander erstmal aus. Aber ohne Vorkommnisse blieb auch dieser Sektor nicht: Ein Autofahrer meinte im Stau, der immer Am Neuen Garten ist, auf meinem  Radschutz-Streifen fahren zu müssen, so daß ich ihn links überholen musste. Ich klopfte vorsichtig mit meinem Knöchel an seine Scheibe und wies in darauf hin, daß er mir die Weiterfahrt erschwerte. Aufgeschrocken zuckte er von seinem Smart-Phone hoch, welches auf seinem Schoss lag und anscheinend seine volle Aufmerksamkeit erforderte. Er begann zu pöbeln. Ich in die Pedale zu treten. Schade nur, daß er nicht mal Einsicht gezeigt hat.

Mit extra Vorsicht und viel Sonne habe ich dann Potsdam hinter mir gelassen. Am Schwielowsee dann das gewohnte Gefühl von Freiheit und Urlaubs-Feeling. Klasse!

Am westlichsten Punkt in Ferch begann es dann stärker zu nieseln und ich stellte mich kurz an einer Bushaltestelle unter bevor es weiter ging. Nun half mir Westwind, den weg zurück in die Hauptstadt zu finden. Wieder den Willy mitgenommen und nicht ohne auf den letzten Kilometern noch einmal eine ordentliche Schütte zu bekommen, wurde die die Home-Base zufrieden, aber auch ausgepowert, erreicht.

Egal, tolle Ausfahrt!

ESK-Team-Zeitfahren 2018

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oder »Von Tanke zu Tanke reloaded«


Heute war es wieder soweit und endlich konnte die Aufgeregtheit, welche ich schon die ganze Woche mit mir rumschleppte, abgeworfen werden. Oder sollte ich »rausgestrampelt« werden sagen? Egal, das Zeitfahr-Event der Berliner-Radsport-Szene stand, am längsten Tag des Jahres, auf dem Programm – und alle kamen.

Christoph und ich wollten es nachdem wir es 2017 als aktive Mitfahrer ausgelassen hatten, auch wieder wissen. Eigentlich ging ich recht gut trainiert an den Start. Ach was übertreibe ich, ich fühlte mich besser als in 2016, soviel wusste ich, denn ich war die vergangenen Monate relativ fleissig mit Zwift unterwegs und ich wusste, daß genau diese Einheiten mir helfen würden, Tanke-zu-Tanke ordentlich zu überleben.

Insgeheim hoffte ich, wir würden die 30-Minuten-Marke knacken können, was sich aber als illusorisch heraus stellte. Aber der Reihe nach:

Es wurde wieder mit 30-sekündigem Abstand gestartet. Vor uns das komplette ESK-Geschwader, dann der AliXpress. Das wir kassiert werden würden war klar. Aber erstmal eigenes Tempo finden und den Willy unbeschadet hochfahren, so war unser Plan. Dieser ging leider nicht auf. Schon an diesem Anstieg zerlegte es uns und das nach uns gestartet Damen-Team kassierte uns. Von nun an ging es für mich mit leicht angezogener Bremse weiter, da Christoph die Pace nicht halten konnte und ich folglich in den nun folgenden Passagen Tempo rausnehmen musste. Leider war noch nicht einmal die Hälfte der Strecke geschafft. Genau der richtige Moment eine Lektion in Demut, Kameradschaft und Team-Geist zu lernen, dachte ich mir. Als es das Postfenn hinunter ging, sah ich wie in einem anderen Team ein Teamkollege von seinem Passmann angeschoben wurde … ob das die Lösung war?

Ohne Schieben ging es dann auf die Rückreise und mir war klar, dass dies heute keine PBZ werden würde.

Schade, gerne hätte ich noch ein oder zwei Schippen drauf gelegt. Aber gemeinsam losfahren und gemeinsam ankommen war die Aufgabe und so wurde diese auch erfüllt.

Fazit: Grosser Sport, nicht riesengross, aber Spass gemacht hat es trotzdem, mal sehen, wie das 2019 läuft!?

Spargel-Tour mit den Havellandriders 2018

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oder »Traditions-Ausflug zum Spargel-Mittagstisch«


Nach der doch, retrospektiv betrachtet, recht beschwerlichen gestrigen Ostsee-Tour, war ich froh, daß heute die traditionelle Spargel-Tour ausgerufen war. Wie schon in den vielen vergangenen Jahren auch, sollte recht locker im Havelland gefahren werden. Ein klassischer Group-Ride also, heute mal nicht zu Kaffee & Kuchen sondern zum Spargel.

Erster Treffpunkt war für mich mit Alexander an der Metro. Gemeinsam ging es dann zum eigentlichen Treffpunkt nach Falkensee. Dort warteten schon einige und wenig später ging es dann auf die bekannte Strecke.

Schnell war die 2er-Reihe sortiert und es wurde sehr gleichmäßig gefahren. Päwesin wurde heute ohne Backwahn und Kuchen passiert, was schon ein wenig Wehmut in mir auslöste. Päwesin ohne Kuchen ist wie Moneypenny ohne Bond oder YouTube ohne Gema. Einfach nicht komplett.

Aber um eine Träne rauszudrücken war auch keine Zeit und so freute ich mich den westlichen Wendepunkt erreicht zu haben und wieder in Richtung Osten, auf direktem Wege zum Spargel zu radeln.

Das Spargelland Hoppenrade bot das gewohnte Paket aus Kantinen-Feeling, Biergarten-Idyll und etwas überzogenen Preisen. Auf der Toilette „Kein Trinkwasser“ Schild und dann die Karaffe Leitungswasser für 5-€ verkaufen. Sicher war das Wasser extra mineralisiert und gefiltert. Das ist Erlebnis-Gastronomie in Brandenburg. Egal, 1x im Jahr geht das!

Alexander und ich brachen dann zeitig auf, zum einen um dem nahenden Gewitter zu entkommen und zum Anderen, weil noch einige Termin auf mich warteten.

Schön war es, mal wieder mit der Bande zu fahren und zu klönen! In 2019 dann sicher wieder – vielleicht zu einem anderen Spargelhof!?