Im vergangenen grauen Herbst in Berlin kam die Überlegung auf, eine Etappenfahrt im kommenden Sommer zu fahren. Viel hatte ich von den Sommertouren des WfF gehört und so entschloss ich mich, die Sommer-Alpentour einfach zu buchen.Urlaub eingereicht und abgehackt. Je näher der Termin rückte um so banger wurde mir, denn mein Trainingsstand in diesem Jahr ist alles andere als »ausreichend« zu bezeichnen. Und es sollte ja über die Alpen gehen. Der Streckenplaner Dirk ist auch nicht für Luschen-Touren bekannt und so begann das grosse Zittern. Sollte ich die Reise vielleicht sogar absagen? Gebucht war alles und so entschloss ich mich, mich ins Vergnügen zu stürzen. Kein schlechter Plan, wie sich später herausstellte. Aber erstmal zurück zur Stunde Null:
Der Flug von Berlin nach Stuttgart verlief planmäßig und auch die Räder waren am Hauptbahnhof schnell entladen. Die Sonne schien und die große Gruppe hatte richtig Lust aufs Radfahren.
Um allerdings den Flow genießen zu können musste erst einmal die Schwaben-Metropole hinter uns gelassen werden, was sich komplexer gestaltete als geplant.
Zum Einen bremste uns eine Reifenpannen unserer ukrainischen Mitfahrer aus, zum Anderen war die Strava-Heatmap welche Dirk wohl zur Routenplanung verwendet hatte so optimiert, dass es die große Meute durch die Fußgängerzone schicken wollte, was ja gar nicht ging.
Nach einer recht steilen Rampe musste dann eine Kraftfahrstrasse genutzt werden um dem geplanten Track zu folgen. Eine nicht enden wollende Diskussion stellte sich ein, die Julia und Isabell mit einem Umweg beendeten. Der Rest der Bande fuhr die Kraftfahrstrasse. Auf dem heissen Asphalt wurden wir sogar von der Rennleitung überholte, die sich aber nicht an den vielen Radlern störte.
Danach ging es wellig weiter und ich verlor schnell die Gruppe. Die Sonne brannte und der Wunsch nach Kuchen Stelle sich ein. Den Wunsch erfüllte ich mir mit einer Fruchtquarkschnitte vom lokalen Bäcker. Hätte ich mal gewartet, denn keine 20 Minuten nach meinem schnellen Boxenstop saßen die Ausreisser bei Kaffee & Kuchen am Wegesrand. Also nochmal ne Pause eingelegt.
Der Kuchen wurde nicht komplett vertilgt, denn in rund 20 Kilometern sollte es schon wieder Buffet geben. Nicht schon am ersten Tag Fress-Orgien veranstalten, denn es sollte ja noch hügeliger werden, und da zählt bekanntlich jedes Gramm.
Obwohl ich die lange Strecke auf meinen Garmin geladen hatte entschloss ich mich die »kurze« Strecke mit 100 km zu fahren. Der wenige Schlaf der Nacht zuvor und die Hitze machten mir doch arg zu schaffen. So wurde Freudenstadt nach einem knackigen Schlussanstieg erreicht und in der Jugendherberge eingecheckt.
Nachdem die Radkleidung im Handwaschbecken gewaschen war und die diversen elektronischen Geräte mit Ladestrom versorgt waren, gab es ein Radler und Abendessen.
Dann war auch schon für mich Feierabend und ich verkroch mich um 20:30 Uhr in die Koje und schlief sofort ein.
Kurz vor Abfahrt in Stuttgart
Das gesamte FahrerInnen Feld
Reifenpanne in Stuttgart Downtown
Baden Würtemberg zum Verlieben
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2 Antworten auf „1. Etappe WfF Europa Radtour 2015“
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